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LH Wallner ehrte verdiente Vorarlberger Persönlichkeiten

Landeshauptmann verlieh Landes- und Bundesauszeichnungen für vorbildhaften Einsatz um Gesellschaft.
Landeshauptmann verlieh Landes- und Bundesauszeichnungen für vorbildhaften Einsatz um Gesellschaft. ©Sams
Neun verdiente Vorarlberger Persönlichkeiten sind am heutigen Nationalfeiertag vom Land für ihren vorbildhaften Einsatz um unsere Gesellschaft gewürdigt worden.
Ehrung verdienter Vorarlberger
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Insgesamt hat Landeshauptmann Markus Wallner acht Landesauszeichnungen und eine Bundesauszeichnung verliehen. Neben dem Dank an die Geehrten drückte Landeshauptmann Markus Wallner auch den Familienmitgliedern, Angehörigen und Freunden der Ausgezeichneten, die in großer Zahl zum Festakt im Landhaus erschienen waren, seine Anerkennung aus. Zu den ersten Gratulanten gehörte Landtagspräsident Harald Sonderegger.

Das hohe Engagement weit über das normale Maß hinaus würde insbesondere allen Nahestehenden viel Verständnis und Akzeptanz abverlangen, „weil damit immer auch ein beträchtlicher zeitlicher Aufwand verbunden ist, den es mitzutragen gilt“, zollte der Landeshauptmann der aufgebrachten Nachsicht·seinen Respekt. Den traditionellen Festakt am Nationalfeiertag bezeichnete Wallner zudem als „würdigen Rahmen, um all jenen Menschen einen Dank auszusprechen, die sich über das normale Maß hinaus für das Gemeinwohl einsetzen oder eingesetzt haben“.

Acht Landesauszeichnungen – Silbernes Ehrenzeichen

Ein Silbernes Ehrenzeichen, die zweithöchste Auszeichnung, die das Land Vorarlberg zu vergeben hat – ging an den Sulzberger Bürgermeister Helmut Blank. Seit 25 Jahre steht Blank der Gemeinde bereits vor. In dieser Zeit hat er viele wichtige Projekte angestoßen und umgesetzt. So wurde etwa in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Genossenschaften der Ausbau der Infrastruktur in Sachen Trinkwasser-, Fernwärme- und Güterwegenetz vorangetrieben. Neben der Sicherung der ärztlichen Versorgung war die aktive Schaffung von Wohnraum als probates Mittel gegen Landflucht ein weiteres wichtiges Thema. Unter Blank erfolgten zudem die Beitritte der Gemeinde zur Energieregion Vorderwald und zum Naturpark Nagelfluhkette. Sulzberg nimmt darüber hinaus am Landesprogramm familieplus und der Initiative Energieeffiziente Gemeinden teil. Ein wichtiges Bauprojekt war die Eröffnung des modernen Gemeindehauses im Jahr 2006.

Große Verdienstzeichen des Landes

Über Große Verdienstzeichen des Landes durften sich Eva Grabherr aus Höchst, Karin Stöckler aus Lochau, Karl Blecha aus Dornbirn und Heinrich Olsen aus Schwarzenberg freuen.

Als erste und bislang einzige Geschäftsführerin der 2001 eingerichteten Projektstelle für Zuwanderung und Integration "okay. zusammen leben" gestaltet Eva Grabherr die Entwicklung des Landes in Fragen eines guten Zusammenlebens bis heute maßgebend mit. Zahlreiche Errungenschaften und Projekte sind untrennbar mit ihrem Namen verknüpft, darunter etwa das 2010 entstandene Vorarlberger Integrationsleitbild „Gemeinsam Zukunft gestalten“, das vom Landtag einstimmig beschlossen wurde, ebenso die Errichtung des islamischen Friedhofs in Vorarlberg 2012, das Programm "mehr.Sprache" zur frühen Sprachbildung von Kindern oder auch die 2019 vorgelegte Studie zu den Moscheevereinen in Vorarlberg, die eine wichtige Informationsgrundlage für die gemeinsame Gestaltung der Integration darstellt. Seit einigen Jahren ist Grabherr zudem Mitglied im unabhängigen Expertenrat für Integration im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres.

Karin Stöckler, die aufgrund ihrer Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) von Kindertagen an auf einen Rollstuhl angewiesen ist, steht dem ÖZIV-Österreichs zukunftsorientierte Interessenvertretung, Landesverband Vorarlberg, seit 2009 als geschäftsführende Präsidentin vor. In der Organisation engagiert sich Stöckler schon mehr als drei Jahrzehnte. Als geschäftsführende Präsidentin nimmt sie vielfältigste Aufgaben wahr. Neben diversen Tätigkeiten im Verbandsbüro zählen dazu vor allem Besuche von entsprechenden Veranstaltungen, von Seminaren, Workshops oder auch Sensibilisierungstrainings. Sie absolviert zudem Dienstreisen, etwa nach Wien, und ist an der Spitze des Landesverbands auch für die Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Darüber hinaus ist Stöckler in verschiedensten Arbeitsgruppen des Landes aktiv und führt seit einigen Jahren Führungen für Schulklassen im Landhaus durch.

Mehr als zwölf Jahre stand Karl Blecha dem Zollamt Feldkirch Wolfurt vor. In dieser Position war er für 190 Bedienstete und alle 20 Zollstellen in Vorarlberg verantwortlich. Als Führungskraft zeichnete er sich durch hohe soziale Kompetenz und eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit den schweizerischen Zollbehörden aus. Mit den ausgezeichneten Kontakten zu den Schweizer Kollegen setzte er sich etwa erfolgreich für die Verlagerung der Zollabwicklung vom Zollamt Lustenau an den Güterbahnhof Wolfurt ein. Durch den Schritt konnte die Verkehrssituation am Zollamt Lustenau-Au deutlich entschärft werden. Blecha war auch wichtig, Arbeitsplätze mit Bewerberinnen und Bewerbern aus Vorarlberg zu besetzen. Im Mai hat sich Blecha in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Ehrenamtlich engagiert er sich beim Lions Club Vorarlberg. Für ein Jahr (2012/13) hatte er dort sogar das Präsidentenamt inne.

Heinrich Olsen engagiert sich seit beinahe 40 Jahren für die Special Olympics-Idee – die ersten zehn Jahre in Dänemark, danach in Österreich. Während er sich bundesweit als Sportdirektor von Special Olympics Österreich engagierte, begründete er parallel in Vorarlberg den Sub-Fachverband Special Olympics Vorarlberg, den er danach als Geschäftsführer leitete. Ab 1991 stand er dem eigenen Fachverband vor, im Jahr 1993 übernahm er auch die Agenden des Bundeslandkoordinators in Vorarlberg. Diese beiden Funktionen will Olsen noch bis Ende dieses Jahres ausüben. Das Amt des Sportdirektors von Special Olympics Österreich hat er bereits mit Ende Mai übergeben. Für Olsen war der Einsatz für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung immer und jederzeit eine Selbstverständlichkeit. Wie kaum ein anderer hat der gebürtige Däne Special Olympics in Österreich und Vorarlberg geprägt.

Verdienstzeichen des Landes

Jeweils ein Verdienstzeichen des Landes überreichte Landeshauptmann Wallner an Elke Maria Riedmann aus Dornbirn, Emmerich Auer aus Bürs und Ingolf Schädler aus Wien.

Die gelernte Kindergarten- und Heilpädagogin Elke Maria Riedmann ist seit 25 Jahren als Clownfrau unterwegs. Das Clownsein hat sie an verschiedenen Orten erlernt. So führte sie ihr Ausbildungsweg von der Scuola Teatro Dimitri im Tessin in die Londoner Desmond Jones-School of Mime bis an die legendäre École Internationale de Théàtre Jacques Lecoq in Paris. Viele Jahre lang engagierte sich Riedmann ehrenamtlich bei den CliniClowns Vorarlberg, die vor allem kleinen Patientinnen und Patienten die Situation in den Vorarlberger Krankenhäusern erträglicher machen und an den Krankenbetten fröhliche und freudige Momente schenken. Neben ihren Kunstfiguren "Frau Heimpl" oder Clownfrau "Blomiene" ist Riedmann auch mit verschiedenen Theaterproduktionen wie etwa "Teuer wie Feuer" oder "Brenda Feuerle im Himmel" im deutschsprachigen Raum zu sehen.

Emmerich Auer leitet den Verein „Historische Elektrolokomotiven Bludenz“, der 2009 anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Arlberg-Bahn“ gegründet wurde. Heuer jährt sich die Elektrifizierung der Bahnstrecke in Vorarlberg bereits zum 95 Mal. Der Initiative von Auer ist es zu verdanken, dass die für den Betrieb in Vorarlberg charakteristischen Elektrolokomotiven bis heute erhalten geblieben sind. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Betrieb wurden die drei Lokomotiven vollständig überholt. Daneben hat Auer auch wichtige Gegenstände zum elektrischen Betrieb in Vorarlberg museumsgerecht bewahrt und aufgearbeitet. Neben Elektrolokomotiven begeistert sich Emmerich Auer für die Musik. 2017 konnte er bei der Stadtmusik Bludenz als Flügelhornist 60-jähriges Jubiläum feiern. Die Ehrenmitgliedschaft wurde ihm bereits 1997 verliehen.

Der gebürtige Bregenzer Ingolf Schädler leitet seit 2003 den Bereich Innovation im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. In dieser Funktion ist er für die Entwicklung und Umsetzung der Innovations- und Technologiepolitik des Ressorts verantwortlich. Er vertritt die Republik zudem als „hochrangiger Vertreter“ in etlichen strategischen Beratungs- und Entscheidungsorganen, insbesondere bei der Europäischen Union. Seit Jahren ist er Aufsichtsratsmitglied in der Austrian Institute of Technology GmbH sowie der Joanneum Research Forschungsgesellschaft. Die F&E-Strukturen in Vorarlberg gehen weitestgehend auf Programme zurück, die Schädler mit seinem Team konzipiert hat, darunter das Forschungszentrum V-Research, das Textile Competence Center Vorarlberg, die Stiftungsprofessur am Institut für Textilchemie und Textilphysik und die Forschungszentren an der FH Vorarlberg.

Bundesauszeichnung übergeben

Berufstitel "Veterinärrat": Als tiermedizinischer Assistenzarzt hat sich Thomas Schwarzmann sehr früh auf den Bereich der Kleintiermedizin spezialisiert. Zunächst arbeitete er bei namhaften Kleintierchirurgen, ehe er 1993 eine tierärztliche Praxis in Rankweil übernehmen konnte. Rasch hat sich Schwarzmann mit seinen exzellenten chirurgischen Fähigkeiten einen beachtlichen Kundenstamm aufgebaut. Als direkte Folge wurde die neue Niederlassung am Ortsrand der Marktgemeinde gebaut, die seither durch diverse Zubauten zu einem stattlichen Firmensitz angewachsen ist. Momentan sind in der Tierklinik Schwarzmann zwölf Tierärzte und in Summe über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt. In der Tierärztekammer bringt sich Schwarzmann engagiert als Sprecher der Kleintierpraktiker ein.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt im Montfortsaal des Landhauses in Bregenz von einem Ensemble des Symphonieorchesters Vorarlberg. Die Laudationes wurden von Augustin Jagg, dem künstlerischen Leiter des Theater KOSMOS in Bregenz, vorgetragen.

(VLK)

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