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Klement: "Bin absolut neutral"

Dornbirn, Wien - Markus Klement, bisher Moderator im ORF-Landesstudio Vorarlberg, übernimmt ab Jänner die Leitung des Vorarlberger ORF-Landesstudios.
Klement neuer ORF-Landesdirektor

Der jüngste Kandidat im Direktoren-Team von ORF-Chef Alexander Wrabetz hat ambitionierte Pläne für sein Landesstudio im Gepäck. So plant er den Ausbau der Informationskompetenz, tägliche Reportagen aus dem Ländle und eine vermehrte Zulieferung an die ORF-Senderfamilie, etwa für das Frühstücksfernsehen. Von der Politik sieht er sich selbst als völlig unabhängig und sagt im APA-Interview: “Ich bin ein absolut neutraler und keiner politischen Farbe zuordenbarer Kandidat.”

APA: Welche programmlichen Schwerpunkte werden Sie im nächsten Jahr setzen?

Klement: Ausbau der Informationskompetenz, mehr Analysen und Hintergrundberichterstattung, das Ohr bei den Menschen haben, länderübergreifender Blickwinkel, um Vorarlbergs Rolle in der deutschsprachigen Vier-Länder-Region Österreich, Liechtenstein, Schweiz und Deutschland noch besser zu verankern, tägliche Reportagen mit dem Übertragungswagen aus dem Land für das Land, Aktivierung von Foren, vermehrte Zulieferung an die ORF-Senderfamilie oder zeitgeschichtliche Kooperationen mit ORF-Archiv und dem neuen Vorarlberger Landesmuseum.

APA: Alexander Wrabetz plant in seinem Bewerbungskonzept zusätzliche regionale Sendeflächen im Fernsehen: Welche Formate würden Ihnen für Ihr Bundesland hier vorschweben?

Klement: Ein klassisches Frühstücksfernsehen zum Beispiel. Eine überregionale Zusammenarbeit mit anderen Landesstudios bringt eine Aufwertung der Funkhäuser in den Bundesländern, neue Formate ins Fernsehen und eine Entlastung der Zentrale.

APA: Die Landesstudios sollen laut Generaldirektor innerhalb des ORF “auch in Zukunft die Rolle eines Motors der Erneuerung” einnehmen: Wo sehen Sie künftig den Beitrag Ihres Landesstudios für die Zentrale?

Klement: Aktive Zulieferung fertiger Programmangebote für den neuen Informations- und Kultur-Spartenkanal ORF III, verstärkte Mitwirkung an ORF SPORT PLUS und auch für 3sat – hier kann Vorarlberg in der deutschsprachigen Vier-Länder-Region aufgrund seiner Lage sehr viel Know-how liefern.

APA: Die Landesstudios stehen in den Medien immer wieder in Verruf, “Landeshauptmann-TV” zu sein. Wie sehen Sie Ihre Rolle im landespolitischen Spannungsfeld?

Klement: Ich bin ein absolut neutraler und keiner politischen Farbe zuordenbarer Kandidat. Ich bin seit 1995 unabhängiger und von jeder Einflussnahme freier Redakteur und Moderator im ORF Vorarlberg, der nie einen “Steigbügelhalter” hatte, ich habe mit den Menschen für die Menschen gearbeitet und möchte das auch weiterhin tun – neutral und wertungsfrei.

APA: Die Landesstudios waren von den Personal- und Kosteneinsparungen der vergangenen Jahre besonders betroffen. Werden Sie mit dem aktuellen Personalstand auskommen?

Klement: Wir sind in Vorarlberg zwar ziemlich “abgespeckt”, aber dank gut aufgestellter ökonomischer Basis meines Vorgängers, mit einer entsprechenden Neuausrichtung mancher Abteilungen, dem hervorragend motivierten Team und der sehr guten Infrastruktur wird uns das gemeinsam gelingen.

(APA)

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