Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Kälbertransporte: Jedes fünfte Kalb verlässt Vorarlberg

Die Zielländer waren vor allem Spanien und Italien
Die Zielländer waren vor allem Spanien und Italien ©APA
An die 30.000 Kälber werden jährlich in Vorarlberg geboren. Jedes fünfte davon wird noch als Kalb in Vorarlberg geschlachtet. 

29.459 Kälber wurden 2017 in Vorarlberg geboren. Innerhalb der ersten sechs Monate ihres Lebens, nur so lange zählen sie als Kalb, ging es für viele bereits auf die Reise. 786 Kälber fanden ihren Weg auf andere landwirtschaftliche Betriebe wie Bauernhöfe und Alpen in Österreich, vor allem im Tirol.

Mehr direkte als indirekte Exporte

Für weit mehr Kälber ging es ins Ausland: 2.689 Kälber wurden über Salzburg und Tirol ins Ausland exportiert. Die Zielländer waren vor allem Spanien und Italien. Direkt aus Vorarlberg wurden weitere 3.344 Kälber nach Deutschland und Italien exportiert. Damit verließen von den knapp 30.000 Kälber insgesamt 6.819 das Land.

In Drittländer wie Russland und Türkei gingen vergleichsweise geringe Stückzahlen an jungen wie erwachsenen Rindern, hier habe es sich daher aus Sicht der Behörden wohl um Zuchttiere gehandelt. Gleichzeitig gibt es auch einen Tiertransport nach Vorarlberg. 2017 kamen 2.677 Rinder zu Betrieben in Vorarlberg, davon 925 Kälber.

Ähnlich hohe Zahlen von Kälbern landeten direkt beim Metzger: Mindestens 6.701 wurden 2017 innerhalb Vorarlbergs geschlachtet. Hinzu kamen laut den VN allein in Vorarlberg 2.438 Kalbinnen, 3.261 Kühe, 818 Ochsen und 2.252 Stiere. In den restlichen Bundesländern wurden im selben Jahr 549 Kälber unter sechs Monaten und 1.598 Rinder geschlachtet, wie die Beantwortung der Anfrage von Daniel Matt (NEOS) durch Landesrat Christian Gantner (ÖVP) im Juli zeigt.

Die meisten Rinder werden dabei in Salzburg geschlachtet – nicht zuletzt für Fastfoodketten, wie Kälber-Aktivist Dieter Steinacher kritisiert. McDonalds wirbt damit, seinen gesamten Fleischbedarf in Österreich von heimischen Landwirten zu beziehen. Seit Monaten setzt sich Steinacher für ein Ende aller Tiertransporte ein.

Was ist was?

Rind: Sammelbezeichung für die Gattung. Verbreitet in Vorarlberg ist vor allem das Braunvieh, auch in der Abwandlung des Montafoner Braunviehs.

Kalb: Der Nachwuchs des Rindviehs, in Vorarlberg bis zu einem Alter von sechs Monaten. Wenn das Tier nur mit Milch aufgezogen wird, wird es oft als Milchkalb bezeichnet. Von der Milch entwöhnte Kälber werden auch Fresser genannt. Als Kalbfleisch gilt es nach EU-Recht, wenn das Tier zum Zeitpunkt der Schlachtung jünger als acht Monate war. Da die Pubertät bereits mit sechs Monaten eintreten kann, werden viele für die Fleischproduktion vorgesehene Kälber im Alter von fünf Monaten geschlachtet, so auch das Ländle Kalb.

Jungrind: Als Abgrenzung zum Kalb eine Bezeichnung für nicht geschlechtsreife Rinder mit einem Gewicht von über 150 Kilogramm. Dies umfasst grundsätzlich das Alter von sechs bis 12 Monaten.

Kalbin: Ein geschlechtsreifes weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat. Wird auch Färsin genannt.

Kuh: Ein milchgebendes weibliches Rind. Die ersten Monate nach der Geburt ihres ersten Kalbes wird es Jungkuh genannt, danach Milchkuh.

Stier: Ein männliches Rind in der Geschlechtsreife, das Kalb wird auch Stierkalb genannt.

Ochse: Ein kastrierter Stier. Die Kastration kann mehrere Ursachen haben: Es macht den Stier umgänglicher, ermöglicht die gemeinsame Haltung mit Kühen außerhalb der Zucht und hat auch Auswirkungen auf die Fleischmaserung.

 

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Kälbertransporte: Jedes fünfte Kalb verlässt Vorarlberg
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen