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Jede Menge Lebensqualität durch Arbeit

Mario Corona, Carmen Hohenberger, Mathias Grabher mit Michael Geisler in der Fachwerkstätte
Mario Corona, Carmen Hohenberger, Mathias Grabher mit Michael Geisler in der Fachwerkstätte ©Gerty Lang
Qualität, Flexibilität und soziale Verantwortung bieten die Fachwerkstätten der Lebenshilfe.
Fachwerkstätte der Lebenshilfe

Dornbirn. Ein Lächeln, eine Umarmung und jede Menge Spaß an der Arbeit. Die 42 Beschäftigten mit Behinderung und 13 Betreuer im Wallenmahd sind gut organisiert und wissen sehr genau, welche Arbeiten ihnen gefallen. Die Fachwerkstätte ist eine von den dreien der Lebenshilfe. Im Wallenmahd werden die Aufträge geholt und verteilt. „Wir bieten Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, sich in einem wirtschaftsnahen Umfeld auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Denn die Aufgabenfelder in unseren Fachwerkstätten und Werkstätten sind sehr vielfältig“, erzählt Werkstättenleiter Michael Geisler.

„Diese Arbeitsplätze erweisen sich für Menschen mit Behinderungen oftmals als Sprungbrett in die freie Wirtschaft“. Das Team setzt sich aus Menschen mit Behinderung, Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe Vorarlberg, Zivildiener und ehrenamtlichen Helferinnen zusammen. Damit die Arbeit auch Spaß macht – über die mickrige Entlohnung schweigen wir besser – werden nur Aufträge angenommen, welche die fleißigen Bienchen gerne erledigen. „Für die Mitarbeiter ist es eine Herausforderung, hochwertige, kosteneffiziente Dienstleistungen in den Sparten ‚Montage und Komplettierung’, ‚Produktion und Logistik’ sowie ‚Verpackung und Versand’ zu bewerkstelligen.

Täglich arbeiten sie sechseinhalb Stunden in den Werkstätten. Ihre Arbeitsleistung beträgt 70 Prozent eines Menschen ohne Behinderung. Fehler werden nicht toleriert. Die größten Industriebetriebe des Landes sind unsere Kunden. Wir werden bevorzugt, da wir prompt und genau arbeiten. Eine Auslagerung der Produktion nach China entfällt dadurch.“ 2000 Quadratmeter Werkstätten wollen genützt werden. Regale sind akribisch eingeräumt, die Tiger-Enten warten auf zukünftige Höchster Mütter und in der Verpackung herrscht reges Treiben. Die Leute in der „Polsterabteilung“ scherzen. Samed ist gehörlos. Neugierig werde ich beäugt. Ich könnte ja ein potentieller Neukunde sein, der Arbeit bringt.

„Seine Arbeitskollegen haben beschlossen, einmal pro Woche die Gebärdensprache zu lernen, damit sie sich auch mit Samed unterhalten können“, lacht Michael Geisler über so viel Engagement. Neben der gesellschaftlichen Teilhabe und dem strukturierten Tagesablauf sind es vor allem das Selbstbewusstsein und die persönliche Wertschätzung um die geleistete Arbeit, die maßgeblich zur selbst erlebten Lebensqualität beitragen. Das Sicherstellen der individuellen Abstimmung von Fähigkeiten und Möglichkeiten ist dabei entscheidend, dass Arbeiten für Menschen mit Behinderungen erfolgreich gelingen kann.

 

Lebenshilfe Fachwerktstätte Dornbirn
Wallenmahd 23, 6850 Dornbirn
Telefon: 05572 348603671

 

Info

Tag der offenen Tür zum 50-jährigen Jubiläum
Partyalarm am 23. Juni 2017 in Dornbirn/Wallenmahd 23

Ab 14 Uhr öffnet die Fachwerkstätte Dornbirn die Türen
Um 16 Uhr öffnet die Kantine, damit niemand verhungern muss
Ab 17 Uhr öffnet Karl’s Bar im Areal. Seine einzigartigen Cocktails sind legendär
Die Contry, Rock’n-Roll und Rockabilly Band „The Pyromantics“ rocken ab 17.30 Uhr
Jeder ist herzlich willkommen!

 

Was ist das Schöne an der Arbeit?

Michaela Klocker
Ich habe die Kindergärtnerinnen Ausbildung abgeschlossen und arbeite zweimal in der Woche im Kindergarten in Hohenems. Aber ich komme sehr gerne in den Wallenmahd, da ich meine Kollegen sehr mag.

Alexander Nedelko
Ich arbeite bei Freihof in Lustenau. Fülle dort Flaschen ab. Aber ich mag keinen Alkohol, deshalb bin ich dort genau richtig. Dienstags komme ich immer in die Werkstätte, da mir die Arbeit Spaß macht.

Traudl Kogler
Ich bin in diesem Jahr die Sprecherin für meine Arbeitskollegen, die mich gewählt haben. Bei Teamsitzungen kann ich immer Wünsche und Bitten einbringen. Sage aber auch, was man besser machen könnte.

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