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Interview mit poolbar-Gründer Herwig Bauer

Herwig Bauer und Heike Kaufmann, die beiden Geschäftsführer des poolbar-Festivals.
Herwig Bauer und Heike Kaufmann, die beiden Geschäftsführer des poolbar-Festivals. ©privat
Mühen blieben nicht ohne Wirkung.

VN-Heimat-Interview von Gernot Schweigkofler mit Herwig Bauer (41):

poolbar-Gründer Herwig Bauer zum Kunstpreis und zur Zukunft des Festivals.

Feldkirch. (VN-gms) Vergangene Woche wurde das poolbar-Festival in der Wiener Hofburg mit dem Österreichischen Kunstpreis in der Kategorie „Kulturinitivativen“ ausgezeichnet. Für Herwig Bauer, der seit 1993 dabei ist, eine Anerkennung und eine Ermutigung.

Seit 22 Jahren findet das poolbar-Festival statt und die offizielle Anerkennung wird immer größer. Was bedeutet Ihnen eine Auszeichnung wie der Staatspreis für Kultur?

Herwig Bauer: Es ist eine Auszeichnung von höchster Stelle – mehr geht nicht in Österreich. Das bedeutet uns als poolbar-Team, und auch für uns als verantwortliche Geschäftsführer (Anm.: Heike Kaufmann, Herwig Bauer), sehr viel und sagt uns, dass all die Mühen und Entbehrungen der vergangenen Jahre (Jahrzehnte!) nicht ohne Wirkung geblieben sind, sondern einiges bewegt haben und geschätzt werden. Es ermutigt uns auch, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, kritisch zu bleiben, kulturelle und gesellschaftliche Nischen weiterhin mit „Pop“ zu kombinieren, viel Liebe in das Festival zu stecken, damit es weiterhin einzigartig und eigenartig bleibt.

Wie beurteilen Sie die Förder-Situation für Festivals wie die „poolbar“ – sind genügend öffentliche Gelder vorhanden? Was würden Sie sich von Stadt/Land und Bund wünschen?

Herwig Bauer: Nur circa 18 Prozent unseres Budgets kommen bisher von Bund, Land und Stadt, die restlichen 82 Prozent sind Eigenleistung. Wir sind daher gezwungen, einen beträchtlichen Teil unserer Energien in Fundraising zu investieren – das ist beinharte und sehr zeitaufwendige Knochenarbeit, aber notwendig, um das poolbar-Festival am Leben zu erhalten. Ohne die für beide Seiten fruchtbare Kooperation mit Sponsoren/Partnern müsste das poolbar-Festival wesentlich kommerzieller orientiert werden und würde seinen Charakter einbüßen. Das Foto von uns mit dem Bundespräsidenten wird uns sicher auch Türen öffnen zu Sponsoren, denen das poolbar-Festival bisher zu frech oder progressiv war, die nun aber durch den Sanctus des obersten Mannes im Staat das Festival in ganz anderem Licht sehen, quasi „Vertrauen fassen“. Diesen Effekt erhoffen wir uns auch für bisher teilweise nicht erreichte, eher konservative Besucherschichten.

Am 10. Juli geht es in Feldkirch zum 22. Mal los. Kann man schon etwas zum Festival 2015 verraten?

Herwig Bauer: In Sachen Programm wollen wir uns noch bedeckt halten, aber natürlich können wir schon verraten, dass es wieder einige „Perlen“ zu heben geben wird. Eine große Änderung gibt es im Bereich der Gestaltung: Die Wettbewerbe in den Bereichen Architektur, Kunst, Mode werden heuer allesamt nicht mehr umgesetzt, weil wir den poolbar/generator, der 2014 erstmals und mit großem Erfolg umgesetzt worden war, im Februar 2015 in Dornbirn fortsetzen werden: Die poolbar-Architektur, Kunst, Mode, Grafik, Visuals – alles wird im Rahmen dieser Workshopreihe unter kompetenter Anleitung gemeinschaftlich entwickelt und umgesetzt. Ein gewagtes Experiment, aber wir sind felsenfest überzeugt, dass die Ergebnisse großartig sein werden.

Im Herbst war davon die Rede, dass das Festival in der Schwebe ist. 2015 ist gesichert – wird es auch eine poolbar 2018 und damit das 25-Jahr-Jubiläum geben?

Herwig Bauer: Wir arbeiten hart daran, dass es das poolbar-Festival noch lange geben wird, sind aber auf zwei Dinge angewiesen: Dass Förderer, Sponsoren und Team an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen, und auf die Gunst der Besucher. Und weil aktuell beides der Fall ist (herzlichen Dank dafür!), sind wir sehr zuversichtlich.

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