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Imker von heute und morgen

Der Hobby-Imker Wolfram Hager mit einem seiner sieben Bienenvölker in den Dornbirner Achauen.
Der Hobby-Imker Wolfram Hager mit einem seiner sieben Bienenvölker in den Dornbirner Achauen. ©SJR
Kindergarten Vorach beim Imker
Kindergarten Dornbirn Forach zu Besuch beim Imker

Die rote Gruppe des Kindergarten Forach zu Besuch beim Dornbirner Imker Wolfram Hager

Wenige Menschen können von sich behaupten, Herrscher über sieben Völker zu sein – Jung-Imker Wolfram Hager darf es. Seit drei Jahren beschäftigt sich der Dornbirner mit der Imkerei und bringt es mittlerweile auf satte sieben Bienenvölker. Angst vor Bienenstichen haben aber weder er noch die Kinder des Kindergartens Dornbirn Forach, die dem Hobby-Imker bei seiner Arbeit in den Achauen über die Schulter sahen. “Meine Bienen sind sogenannte Buckfast-Bienen, die zum einen schwarmträge, und außerdem besonders friedlich sind”, versichert Hager. Und von Berührungsangst war bei den Kindern nichts zu spüren – im Gegenteil: zwei der Besucher verkündeten gar, selbst einmal Imker werden zu wollen. Ein Umstand, der, wie Wolfram Hager meint, sehr zu begrüßen wäre. “Es hören immer mehr Imker auf, und es kommen viel zu wenig junge nach”, sagt Hager und ergänzt “gerade jetzt wäre der richtige Zeitpunkt im Jahr, um mit der Imkerei zu beginnen”. Mit dem Ende der Blüte geht nämlich auch das Bienenjahr zu Ende, das heuer aufgrund der starken Regenfälle im Frühjahr ein eher schlechtes war. “Ich rechne mit etwa 30 Kilogramm Honig dieses Jahr, möchte aber erstmals auch versuchen, Kerzen aus dem Wachs zu produzieren”, erzählt Hager, der sich sein Wissen über die Imkerei zum einen aus Büchern, zum anderen beim einmal im Monat stattfindenden “Bienenhock” erworben hat. VölkerwanderungBei dem in den Dornbirner Achauen gewonnenen Honig handelt es sich übrigens hauptsächlich um Blatthonig, obwohl Hager mit seinen emsigen Völkern auch schon einmal auf die Wanderschaft geht. “Ich habe einen Anhänger, mit dem ich die Magazine transportieren kann. Würde ich sie in den Bergen abstellen, gäbe es Alphonig, weil die Bienen in einem Radius von zwei Kilometern fliegen”, erzählt Hager. Was einen guten Imker auszeichnet? “Ruhe und das Interesse an der Natur”, so Hager weiter. “Hektik ist bei der Imkerei fehl am Platz und resultiert oft in schmerzhaften Stichen”, weiß der Jungimker. Eine Erkenntnis, der aber, wie Hager zugibt, doch der eine oder andere Bienenstich voranging. Von solchen blieben aber sowohl die jungen Besucher, als auch der Imker selbst an diesem Tag verschont.

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