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Hier arbeiten die meisten von Vorarlbergs Grenzgängern

55.500 Arbeitnehmer pendeln über die Staatsgrenzen der internationalen Bodenseeregion.
55.500 Arbeitnehmer pendeln über die Staatsgrenzen der internationalen Bodenseeregion. ©VOL.AT/Hofmeister, Statistikplattform Bodensee
Schwarzach - 16.553 Vorarlberger pendeln täglich zu ihrem Arbeitsplatz im ausländischen Teil der Bodenseeregion.
Grenzgänger für Finanzamt ein U-Boot

Die Statistikplattform Bodensee hat die Zahlen der Internationalen Bodenseeregion für 2017 herausgegeben. Demnach arbeiten 847 Vorarlberger in Deutschland, 7.211 haben ihren Arbeitsplatz in der Schweizer Bodensee-Teilregion und ganze 8.495 zieht es für ihren Job nach Liechtenstein. In der Schweiz arbeiten die meisten Vorarlberger Arbeitnehmer im Kanton St.Gallen, mit 6.588 Beschäftigten. Beliebtester Arbeitsplatz der Vorarlberger auf deutscher Seite des Bodensees ist der Landkreis Lindau mit 394 Beschäftigten aus dem Ländle.

©Grafik: statistik-bodensee.org
Rund 55 500 Personen pendelten im Jahr 2017 über die Staatsgrenzen hinweg zu einem Arbeitsort im Gebiet der internationalen Bodenseeregion. So ziehen die Schweizer Kantone der Bodenseeregion rund 20.400 GrenzgängerInnen aus Deutschland an, umgekehrt kommen nur knapp 600 Personen aus der Schweiz in die deutsche Bodensee-Teilregion zum Arbeiten. Aus Österreich pendeln etwa 7.600 Personen in die Schweizer Kantone am Bodensee, während andererseits praktisch keine Arbeitspendler aus der Schweiz nach Vorarlberg kommen. Eine erhebliche Arbeitsmobilität über die Grenze hinweg ist auch bei Liechtenstein zu beobachten. Hier kommen vor allem aus der Schweiz und aus Österreich, in deutlich kleinerem Umfang auch aus Deutschland, täglich zusammen etwa 21.300 Personen über die Grenze. Sie stellen damit über die Hälfte aller in Liechtenstein erwerbstätigen Personen.
Die Grenzgängerströme in die deutsche Bodenseeregion und nach Vorarlberg aus den jeweils anderen Bodensee-Anrainerstaaten spielen jedoch mit zusammen rund 4.900 Personen eine vergleichsweise geringe Rolle in der Bodenseeregion. Für die großen Grenzgängerströme in die Schweizer Bodenseeregion und nach Liechtenstein ergibt sich eine Anzahl von rund 37.300 Erwerbstätigen die aus der deutschen Bodensee-Teilregion und aus Vorarlberg kommen.

Gegenüber dem Jahr 2016 haben sich in der Bodenseeregion die Grenzgängerzahlen fast durchgängig weiter erhöht. Zahlenmäßig am stärksten fiel dabei der Anstieg der Pendler aus der Schweiz nach Liechtenstein um rund 700 Personen aus. Besonders ausgeprägt ist daher die Bedeutung der Grenzgänger für den liechtensteinischen Arbeitsmarkt. Dort stieg der Anteil der Grenzgänger an den gesamten Erwerbstätigen zwischen 2010 und 2017 von 50,9 auf 54,4 Prozent.

Die Gründe für die große grenzüberschreitende Arbeitsmobilität in der Region sind vielfältig. Ein wichtiger Faktor sind die beträchtlichen Lohnunterschiede, die zwischen den Bodenseeregionen bestehen.

(Red.)

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