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"Geboren in Lustenau" Otto Hofer feierte 70. Geburtstag

Otto Hofer mit seiner Tochter Ingrid und Sohn Jürgen
Otto Hofer mit seiner Tochter Ingrid und Sohn Jürgen ©edithhaemmerle
Otto Hofer feierte 70. Geburtstag

Lustenau. Eine Überraschung sollte der runde Geburtstag für Otto Hofer, seines Zeichens Lustenauer Mundartdichter, werden.

So traf die Familie “hinter Ottos Rücken” alle Vorbereitungen für das Fest und lud seine Verwandten, Freunde und gut Bekannten unter dem Siegel der Verschwiegenheit ein. Die Überraschung war perfekt, als der Jubilar unter einem Vorwand zum Lokal des Musikvereins in die Gänslestraße gefahren wurde. Dieser wusste nicht wie ihm geschah, als ihn eine “Happy-Birthday-singende Schar begrüßte. Auch das Geburtstagsgeschenk sollte eine Überraschung werden. Sein Herzenswunsch, einmal mit dem Bernina-Express von Chur via Andermatt nach Lugano zu “zugen”, wurde erfüllt. Zum Drüberstreuen gab es noch eine Übernachtung in einem Vier-Sterne-Haus mit entsprechendem Menü. Aus diesem Grund wurde das Fest um vier Tage vorgezogen, damit der Jubilar mit seiner Gattin Veronika an seinem Geburtstag das Geschenk voll und ganz genießen kann.

Glückwünsche
Für seine “singenden Freunde” aus dem Wauld, die “Kleaborar Bahnteifl”, war es Ehrensache, bei Ottos Geburtstag zu erscheinen und später mit einer musikalischen Einlage zu gratulieren. Gekommen waren auch seine Freunde von der “Luschnouar Bühne”. Zwischendurch gab Dichterkollegin Sieglinde Fitz Besinnliches und Heiteres in Mundart zum Besten. Die Besonderheit des Abends kam aber etwas später. Eine Vorarlberg-Heute-Sondersendung, nur für Otto Hofer. Moderiert wurde sie, wie könnte es anders sein, von seiner charmanten Tochter Ingrid, deren schauspielerischen Talent keinem Anwesenden verborgen blieb. Unter “Dabei gsi” wurde der jüngste Auftritt “Kleaborar Bahnteifl und Otto Hofer”, der vergangene Woche in der “Taube” in Alberschwende ein großer Erfolg war, ausgestrahlt.

Kein bisschen leise
Als Otto Hofer mit 60 Jahren (im Jahr 2000) die Pension antrat, legte er nicht nur die Arbeit, sondern auch vieles andere beiseite. Er wollte sich in seiner Pension voll und ganz dem Billardspielen widmen. Ein leidenschaftlicher Billardspieler ist er bis zum heutigen Tag geblieben und nicht ohne Stolz erwähnte er seinen zweiten Rang beim Monatsturnier im 9er-Ball. Zwischendurch sahen ihn aber seine Nachbarn öfters bei der Gartenarbeit und später auch im Hühnerstall, an dessen Türe (sehr niedrig) er sich schon mehrere Beulen am Kopf zugezogen hatte. Trotz allem sei das für ihn keine Arbeit, sondern Hobby, “ou Handorgla tuor i no gern”, gab er unumwunden zu. Ebenso sei seine Arbeit beim Bühnenaufbau der Theatergruppe für ihn nicht Arbeit, sondern gehöre ebenfalls in die Rubrik Hobby. Neben “Môla und Zeichna” bindet und restauriert er alte Bücher. Daneben textet er in Mundart. Sein jüngstes Werk, “Geboren in Lustenau”, liege ihm immer noch am Herzen, meinte der Jubilar und fügte hinzu: “Dar eyscht Platz g’höüort und bliebt abr minr Familie”, und während er es sagte, schaute er voller Stolz auf seine beiden jüngsten Mauodla, sini Änkelkiend, Paula und Johanna.

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