Forst-Pflege in den Achauen

©Stadt Dornbirn

Maßnahmen sichern den Waldbestand im Naherholungsgebiet

Dornbirn. In den vergangenen Wochen wurden vom Forstbetrieb der Stadt Dornbirn Arbeiten zur Pflege des Waldes im Naherholungsbiet Achauen durchgeführt. Dabei wurden vor allem abgestorbene Ulmen aber auch Fichten, die nicht in dieses auwaldnahe Gebiet passen, entfernt. Die regelmäßige Pflege des Baumbestandes ist wichtig, um dieses Naturgebiet nachhaltig zu sichern. Die Arbeiten wurden mittlerweile abgeschlossen.

Die Dornbirner Achauen sind nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, die sind auch ein besonderes Naturjuwel, das regelmäßiger Pflege bedarf. Ursprünglich als naturnaher Auwald gewachsen veränderte sich die Situation nach der Regulierung der Dornbirner Ache. Seither muss der Mensch unterstützend eingreifen, um den Bestand der Bäume jung und vital zu erhalten. Diese Arbeiten werden vom Forstbetrieb der Stadt Dornbirn in Abstimmung mit dem Naturschutzsachverständigen der Bezirkshauptmannschaft jeweils vor dem Frühling durchgeführt.

Für manche Besucherinnen und Besucher der Achauen ist der Hintergrund für diese notwendigen Arbeiten nicht nachvollziehbar. An die Stadt Dornbirn wurden in den vergangenen Tagen verschiedene Anfragen gestellt. Wer weitere Informationen zu diesen Arbeiten möchte, kann sich gerne an die Umweltabteilung im Rathaus, DI Martin Machnik (Tel. 306 5500, E-Mail: martin.machnik@dornbirn.at) wenden.

Stadt Dornbirn pflegt Achauen nachhaltig
Das ganze Jahr über werden die Wälder der Dornbirner Achauen von vielen Bürgerinnen und Bürgern als Erholungsraum genutzt. Bereits vor zehn Jahren hat die Stadt Dornbirn daher für weite Bereiche forstrechtlich die Erklärung zum Erholungswald beantragt und von der BH genehmigt erhalten. Das hat den praktischen Vorteil, dass freizeitrelevante Maßnahmen (Fitnessparcours etc.) ohne größeren behördlichen Genehmigungsaufwand realisiert bzw. betrieben werden können.

Ein wesentlicher Punkt ist, dass sich sämtliche Achauengrundstücke im Eigentum der Stadt Dornbirn befinden. Das vereinfacht die Freizeitnutzung durch die Bürger. Andere Gemeinden mit ähnlicher Situation haben mit unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen wesentlich größere Probleme, eine öffentliche Freizeitnutzung zu ermöglichen. In Dornbirn kann man diese Gebiete der Bevölkerung zur Freizeit- und Erholungsnutzung zur Verfügung stellen.

Die achbegleitenden Wälder sind keine Urwälder, sondern seit langer Zeit vom Mensch verändert (Hochwasserschutzdämme etc.). Die ursprüngliche Auwalddynamik wurde durch die Schutzmaßnahmen unwiederbringlich beendet. Die “Auwälder” entwickeln sich nicht mehr so wie im Lehrbuch. Eine regelmäßige Bewirtschaftung und Pflege zur Erneuerung der Wälder ist notwendig.

Die Pflege und Nutzung dieser Wälder wird vom städtischen Forstbetrieb wahrgenommen. Dabei geht es nicht darum, einen finanziellen Ertrag daraus zu erwirtschaften. Für die Wälder in den “Achauen” stehen die Erholungsfunktion des Waldes und die Sicherheit der Freizeitnutzer im Vordergrund.

Die jährlich im Winterhalbjahr (Laubwald ohne Laub/außer Saft) durchzuführenden Pflege- und Nutzungsmaßnahmen werden im Einvernehmen zwischen dem Leiter des städtischen Forstbetriebes und dem Naturschutzsachverständigen der BH Dornbirn geplant. Teile des Waldes sind rechtlich neben dem Forstgesetz auch vom Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung betroffen.

Ulmensterben machen größere Eingriffe notwendig
In den letzten Jahren greift das “Ulmensterben” auch in den Achauen um sich. Ursache ist eine Pilzkrankheit, die durch den Ulmensplintkäfer verbreitet wird. Die Ulmen in Dornbirn sterben der Reihe nach innerhalb weniger Monate ab, so auch in den Achauen. Entlang der Wege in den Achauen müssen daher aus Sicherheits- und Haftungsgründen abgestorbene Bäume entfernt werden. Daneben werden auch immer wieder “gesunde” Fichten genutzt, da sie pflanzensoziologisch (Auwald = nur Laubholz) nicht an diesen Standort passen. Daneben werden Bäume genutzt, damit wieder junge Bäume wachsen können. Das Ganze geht natürlich nicht ohne Spuren (Traktor) und dem Verlust von Bewuchs neben den genutzten Bäumen vor sich.

Das anfallende “Restholz” wird an “Brennholzwerber”, meist Pensionisten, abgegeben, die manchmal etwas länger mit der Aufarbeitung brauchen, als es manchen Freizeitnutzern in den Achauen recht ist.

Die Durchführung der geplanten Maßnahmen erregt jedes Jahr die Gemüter einzelner Bürger. Sie können jedoch sicher sein, dass die Maßnahmen fachlich, rechtlich korrekt und nach bestem Wissen ausgeführt werden.

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