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Fit in die Wintersaison

Ein bisschen Schwitzen vor dem Skispaß lohnt sich immer.
Ein bisschen Schwitzen vor dem Skispaß lohnt sich immer. ©BilderBox
Dornbirn - Körperliche Vorbereitung und gewartete Ausrüstung reduzieren das Unfallrisiko.

Noch erinnert wenig an die Wintersaison. Statt einer Schneedecke zieren bunte Laubteppiche die grünen Wiesen. Was die Tourismuswirtschaft langsam ins Schwitzen bringt, kann dem Wintersportler zum Vorteil gereichen. Denn es bleibt noch Zeit, Körper und Sportausrüstung auf Vordermann zu bringen. Beides sollte gemacht werden, will man nicht zu jenen rund 4700 Schneesportlern gehören, für die der Pistenspaß im Spital endet. „Eigenverantwortung ist für einen unfallfreien Wintersport eine wichtige Voraussetzung“, betont auch Ing. Franz Rein, Geschäftsführer der Initiative Sichere Gemeinden.

Körperliche Vorbereitung

Einen wesentlichen Beitrag zu mehr Sicherheit im Wintersport kann die körperliche Vorbereitung leisten. „Empfehlenswert ist ein gezieltes Ausdauer- und Koordinationstraining“, erklärt Primar Karl Benedetto, Leiter der Unfallchirurgie im Landeskrankenhaus Feldkirch. Eine gute Kondition fängt die Belastungen, die vor allem Gelenke beim Wintersport aushalten müssen, besser ab. „Was einem leicht fällt, macht zudem mehr Spaß“, sagt Michael Lampert, Obmann des WSV Feldkirch-Nofels, dessen Mitglieder sich derzeit mit Skigymnastik vorbereiten. Viele Vereine im Land bieten inzwischen solche Möglichkeiten an. Man sollte sie schon im eigenen Interesse nützen.

Ausrüstung kontrollieren

Ebenso wichtig ist eine gewartete Ausrüstung. Verrostete Kanten und Skibindungen, deren Auslösemechanismen seit Ewigkeiten nicht mehr geprüft wurden, haben auf Pisten nichts verloren. Körpergewicht und Schuhmaterial können sich im Laufe der Zeit verändern. Beides hat Einfluss auf das Funktionieren der Bindung im Ernstfall. Deshalb sollte die jährliche Bindungskontrolle so obligat sein wie ein Skiservice. Den darf man sich ruhig zweimal während einer Skisaison gönnen, besonders, wenn sie lange dauert. Selbstverständlich für Ski-, Varianten- und Snowboardfahrer sollte auch der Helm sein. In Sachen Tragequote nimmt Vorarlberg bereits einen Spitzenplatz ein. Wo andere Bundesländer ein Gesetz brauchen, reichte hier Aufklärung. Bei den Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahren sind fast 100 Prozent mit Helm unterwegs. Und auch die „älteren Semester“ nehmen sich die Mahnungen der Unfallärzte zunehmend zu Herzen und schützen Kopf und Hirn. Was sich auch bei den Kopfverletzungen bemerkbar macht. „Die sind aufgrund der hohen Helmtragequote rückläufig“, bestätigt Karl Benedetto.

Umfassende Erhebungen

Künftig gibt es, was Skiunfälle betrifft, noch umfassendere Erhebungen. Ab Mitte Dezember, Wintersportbetrieb vorausgesetzt, werden alle Schiunfälle in allen Krankenhäusern erhoben und statistisch berücksichtigt. Diese Forderung hatte Benedetto zu Beginn der letztjährigen Wintersaison erhoben. Ins LKH Feldkirch würden meist nur die Schwerverletzten eingeliefert. Doch um handfeste Aussagen über die tatsächliche Gefährlichkeit des Wintersports zu erhalten, brauche es tiefergehende Analysen.

Wintersporttrainer

Nicht schaden kann in diesem Zusammenhang, sich vor der ersten Abfahrt noch einmal die FIS-Regeln ins Gedächtnis zu rufen. Für Kinder kann dafür der Online-Wintersport-Trainer eine gute Unterstützung sein. Diese Sammlung von Lernspielen ist kostenlos auf www.schlaue-kids.net abrufbar. Ein weiterer Vorteil: Es hilft, die Wartezeit auf den ersten Wintersporttag zu verkürzen.
(VN-mm)
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