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Erfolgsstory von durchlöcherten Schuhen

Luftlöcher gegen glühende Füße- Neues Monomarken-Geschäft für Freizeitschuhe auf der Kärntner Straße - Geox-Chef Moretti Polegato will weltweit Nummer eins werden.

Die Geschichte, wie er vom italienischen Weinhauer zum Schuhfabrikanten wurde, erzählt Mario Moretti Polegato gern: Weil ihm beim Jogging die Füße glühten, sorgte er kurzerhand mit Löchern in der Sohle für Abkühlung. Die Idee für die „Schuhe, die atmen“ wurde übrigens nicht unter der Sonne Italiens, sondern während eines Weinbau-Kongresses im heißen US-Bundesstaat Nevada geboren. Das war 1990, 2004 erzielte Geox einen Umsatz von 340 Mio. Euro, davon 7,2 Mio. in Österreich.


Seit März sind die belüfteten Schuhe in der Wiener Kärntner Straße im eigenen Geschäft präsent, am Dienstag, stand der Firmenchef zur offiziellen Eröffnung selbst im Shop. Weitere Monomarken-Geschäfte gibt es in der Mariahilfer Straße, in der SCS Vösendorf sowie in Klagenfurt, Villach und Innsbruck, Salzburg soll folgen. Dazu kommen rund 350 Verkaufsstellen über den Einzelfachhandel.


Weltweit setzte das börsenotierte 5.000.Mitarbeiter-Unternehmen im vergangenen Jahr neun Millionen Paar Damen-, Herren- und Kinderschuhe ab, in Österreich wurde ein Umsatzplus von 44 Prozent erwirtschaftet. Seine Firma rangiere unter den Freizeitschuh-Herstellern schon auf Platz vier, so Polegato. Sein Ziel: die Konkurrenten Clarks, Timberland und Ecco zu überholen.

Patent auf durchlöcherte Schuhe


Nachdem Polegato seine durchgeschwitzten Turnschuhe eigenhändig durchlöchert hatte, versuchte er seine Idee zu verkaufen. Das Schuhkonzept des Sprosses des bekannten Weinguts La Gioiosa im Nordosten Italiens leuchtete aber zunächst niemandem ein. Also ließ er sich die belüftete Sohle, die durch eine Membran sowohl atmungsaktiv als auch wasserdicht ist, patentieren.


80 Prozent der weltweit verkauften Schuhe haben Gummisohlen. Vor mehr als 50 Jahren kamen solche Modelle erstmals auf den Markt und hielten endlich die Füße trocken. Aber leider nur von außen, weiß der Fuß, auf dessen Unterfläche sich immerhin ein Drittel der menschlichen Schweißdrüsen befindet, durch den Gummi nicht atmen kann. Das Geox-Patent gegen Schweißfüße lautet: „Die Mikroperforierungen in der Schuhsohle ermöglichen den Füßen das Atmen und die Wasser abweisende Schutzmembran sorgt dafür, dass sie trocken bleiben“, erläutert der Erfinder.


Beim Leder verhält es sich genau umgekehrt – es ist atmungsaktiv, aber nicht wasserfest. Auch seine Leder-Modelle bietet Geox deshalb mit einer speziellen Membran an. Ein weiteres Standbein soll textile Freizeitbekleidung werden, die sich ebenfalls der Wärmeentwicklung des menschlichen Körpers anpasst. Dieses Segment macht aber erst zwei Prozent des Gesamtumsatzes aus, sagte Firmensprecherin Cornelia Brüning.

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