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Eine Schule für Kinder, Eltern und Lehrer

In der VS Kirchdorf gibt es seit heuer eine reformpädagogischen Zweig.
In der VS Kirchdorf gibt es seit heuer eine reformpädagogischen Zweig. ©cth und Verein
Eine Schule für Kinder, Eltern und Lehrer

Vereine im Fokus: Gemeinsam Zukunft lernen

Seit Mai 2012 gibt es den Verein „Gemeinsam Zukunft lernen“.

Lustenau. Betritt man die Räumlichkeiten der „Idefix- und Miraculix-Klasse“ der VS Kirchdorf in Lustenau, fühlt man sich nicht wie in einem klassischen Unterrichtsraum, sondern vielmehr in einem Land der tausend Möglichkeiten. Alles sieht nach Abenteuer, Spannung und vor allem bunt aus. Dass hier 49 Kinder täglich Schule etwas anders erleben, ist auch ein Verdienst des Vereines „Gemeinsam Zukunft lernen“. Bereits vor drei Jahren fand sich eine Arbeitsgruppe von Eltern zusammen, die sich dafür einsetzten, einen reformpädagogischen Zweig mit inklusivem Angebot an einer öffentlichen Lustenauer Schule zu installieren. „Wir waren hauptsächlich Eltern von Kindern, die bisher den Montessori-Kindergarten Spatzoneascht in Lustenau besucht hatten. Unser Wunsch war, dass dieser pädagogische Zugang auch für die Lustenauer Schulkinder eröffnet wird“, erinnert sich Obfrau Simone Fürnschuß-Hofer. Dank einer aufgeschlossenen Direktorin, wurde kurz darauf ein solcher Schulzweig im Sonderpädagogischen Zentrum in Lustenau ins Leben gerufen und fand schnell großen Anklang. „Nach zwei Jahren sind dort aber die Räumlichkeiten zu klein geworden und damit war der weitere Aufbau des Projekts in Frage gestellt“, so Fürnschuß-Hofer. So entstand auch die Idee einen Verein zu gründen, um eine Fortführung auf wirksamere Basis zu stellen. Dies ist den Mitgliedern von „Gemeinsam Zukunft lernen“ hervorragend gelungen und inzwischen gibt es zwei reformpädagogische Schulklassen, die zur VS Kirchdorf gehören und dank Unterstützung der Gemeinde im Postgebäude am Blauen Platz ihre neue Heimat haben. Seit September wird dort jeden Tag gelebt, wofür sich der Verein einsetzt: „Allen Kindern, deren Eltern es sich wünschen, die Chance einer Schulbildung im reformpädagogischen Kontext zu eröffnen. Wir wünschen uns gelingende Inklusion, also das vielfältige Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen, unterschiedlichster Herkunft und Religion. Die Schule sehe ich dabei als das wichtigste gesellschaftliche Feld und die Reformpädagogik als den Rahmen, der mit individualisierten und auf Selbstbestimmung ausgelegten Lernkonzepten, mit Freiarbeit, Jahrgangs übergreifenden Mehrstufenklassen, mit offenen Formen der Beurteilung und vielem mehr dieses inklusive Miteinander ganz besonders fördert“,  Fürnschuß-Hofer weiter. Vorrangige Aufgabe des Vereines ist im Moment, dieses Projekt über die Volksschullaufbahn hinaus zu sichern. Dabei möchte man in Zukunft auch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Kinderdorf, der Caritas, der Gemeinde und den Schulen agieren. „Wir sehen uns vor allem als Bindeglied zu weiteren Schulen, die sich wie Direktor Christoph Wund von der VS Kirchdorf einem ergänzenden Pädagogikmodell öffnen möchten und wir geben gerne unser gesammeltes Wissen aus der Aufbauphase weiter. Unser großer Traum ist schließlich, dass auch an einer Lustenauer Mittelschule künftig Platz für ein reformpädagogisches Angebot sein wird“, erklärt Christoph Bertsch vom Verein. Platz für ein Miteinander zwischen Schülern, Lehrern und Eltern – auf Augenhöhe.

Kontakt:
Verein „Gemeinsam Zukunft lernen“
Obfrau: Simone Fürnschuß-Hofer, simone.fuernschuss@cable.vol.at

Daten und Fakten zum Verein:
gegründet Mai 2012
ca. 40 Mitglieder
2 reformpädagogische Klassen werden aktuell in der VS Kirchdorf geführt. Die Klassen sind in der Expositur im Postgebäude am Blauen Platz untergebracht.

Umfrage: Wieso engagieren Sie sich gerne beim Verein?

Simone Hämmerle, 37 Jahre, Lustenau:
Ich engagiere mich in dieser Sache, weil ich es wichtig finde, Wahlmöglichkeiten für all jene zu schaffen, die sich für Reformpädagogik und inklusive Schule interessieren. Wir möchten in dieser Hinsicht die Bevölkerung umfassend informieren.

Christoph Bertsch, 39 Jahre, Lustenau:
Reformpädagogik und Inklusion ist mir wichtig. Ich finde es zukunftsweisend und schön, dass dies in Lustenau jetzt im öffentlichen Schulbereich möglich gemacht wurde. Dafür setze ich mich gerne ein.

Miriam Jussel, 40 Jahre, Lustenau:
Mir ist es wichtig, dass wir mit unserem Verein einen Schulzweig unterstützen, der für eine tolle Zusammenarbeit zwischen Kindern, Lehrer und Eltern steht. Ich darf dies nun mit meinem Kind täglich erleben und das ist sehr schön.

 

 

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