Ein Besuch in der Kläranlage

Die Klär / Abwasseranlage von Hohenems
Die Klär / Abwasseranlage von Hohenems ©Pezold
Organisiert von der Gemeinde Altach und dem Abwasserverband Hohenems, gab es eine spannende Führung.
Ein Besuch in der Kläranlage

Hohenems. Bei einer Führung durch die Kläranlage in Hohenems konnten am Samstagnachmittag Kinder und Erwachsene aus der Region viel über Abwasser und Trinkwasser lernen. Ing. Werner Schättle führte seine Gäste durch die Anlage und erklärte, was mit den Unmengen von Abwasser passiert.

Aufklärung in Sachen Wasser

Silvia Wagner (Umweltausschuss Altach) und Werner Schättle freuten sich, es waren mehr Interessierte in die Kläranlage gekommen, als erwartet. Besonders erfreulich: trotz des schönen Wetters waren einige Kinder dabei. Im Aufenthaltsraum gab es ein kurzes Briefing und es wurde ein Schulfilm über die Abwasser-Aufbereitung gezeigt. Das Verbandsgebiet umfasst Altach, Mäder, Koblach, Götzis und Hohenems. „Früher wurde durch die Abwasser der Bodensee total verschmutzt (70er Jahre)”, erzählt der Leiter der Kläranlage. Man musste etwas tun, insgesamt 44 Anlagen wurden im ganzen Land gebaut, heute hat der Bodensee wieder Trinkwasserqualität.

Pro Tag gelangen 8.000 bis 10.000 m3 Abwasser in die Hohenemser Anlage, die ein Mischwassersystem betreibt, d.h. es kommt auch das Regenwasser dazu. Sechs Leute haben in der Kläranlag ihren Arbeitsplatz und sorgen rund um die Uhr dafür, dass mit dem Wasser alles in Ordnung ist. „Das Kanalsystem in Vorarlberg ist 3.300 km lang, bei uns ist Sauberkeit oberste Priorität”, erläuterte Werner Schättle. Vom Eintreffen des Wassers in der Anlage, wo die biologische Reinigung stattfindet, bis zur Weiterleitung in den Koblacher Kanal, vergehen 24 Stunden. Es gehen 25.000 m3/Jahr Schlamm in den „Faulturm” und es werden 600.000m3 Methangas = 1,2 Mio. kW/h / Jahr erzeugt, was ca. 70% der Energie ausmacht, die in der Anlage benötigt wird.

Lehrreiche Stunden

Gespannt folgten die Besucher Werner Schättle in die unterirdischen Maschinenräume, wo z.B. eine Trockenwasserpumpe (300 l/sek) und eine Nasswetterpumpe (600l/sek) stehen. Zwei Drittel der Anlage sind unterirdisch, da steht auch das Notstromaggregat, das bei Stromausfall sofort einspringt und Schlimmeres verhindert. Schättle ist stolz auf „seine” Kläranlage, die im Vergleich die modernste in Europa ist und auch im Bereich der Kosten mit „sehr gut” abschneidet. Seit 1981, als die Anlage in Betrieb genommen wurde, hat man insgesamt 24 Mio. Euro investiert. Diese Investitionen haben sich rentiert, bedenkt man, wie viel besser die Wasserqualität in diesen Jahren geworden ist.

Die riesigen Wasserbecken auf dem Dach des Gebäudes machten auf imposante Weise sichtbar, was alles für eine gute Trinkwasser-Qualität getan wird, wie sehr man bemüht ist, das kostbare Nass langfristig zu schützen. Besonders die Kinder waren fasziniert von den vielen Maschinen und Wasserbehältern und wenn sie auch heute noch nicht begreifen, so werden sie doch als Erwachsene zurückdenken, wie wichtig die Maßnahmen in den Kläranlagen für ihre Zukunft sind.

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