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Das Gemeinsame leben

Heidi Mark, Geschäftsführerin inside Dornbirn
Heidi Mark, Geschäftsführerin inside Dornbirn ©Edith Rhomberg
 Heidi Mark von inside Dornbirn erzählt über das Spannungsfeld Stadt, Kaufleute und Mitglieder.
Heidi Mark

 

Dornbirn. Die Dornbirner Innenstadt ist das größte Outdoor-Einkaufszentrum Vorarlbergs und der Region. „Dornbirn ist Programm, und gemeinsam mit dem Stadtmarketing und Dornbirn Tourismus kümmern wir uns um die gute Entwicklung in unserer Stadt“, sagt Heidi Mark, Geschäftsführerin von inside Dornbirn. Die frühere Geschäftsinhaberin von Optik Mark an der Seite ihres verstorbenen Mannes Helmut Mark kennt die Probleme des Handels. Der VN-Heimat verrät die 48-jährige Dornbirnerin was gut läuft. Sie spricht genauso über verbesserungswürdige Dinge und darüber, dass der Weg nie aufhört, sehr fordernd ist und auch lähmend sein kann.

Die Werbegemeinschaft inside Dornbirn hat über 200 Mitglieder. Sind Sie damit zufrieden?

Heidi Mark: „Nein, ich bin damit nicht zufrieden. Zufriedenheit ist in meinem beruflichen Umfeld eine Kategorie, die kaum zu erreichen ist (lacht). Es zählt auch nicht nur die Menge, denn wir haben tolle Mitglieder. Es dürften aber mehr sein. Die entscheidende Frage, die aktuell bei uns im Verein diskutiert wird ist, wie groß will man es sehen. Und da gibt es unterschiedliche Ansichten. Ist inside Dornbirn der Marktplatz, der Bezirk Markt oder geht es darüber hinaus? Ich bin der Meinung, dass alle Bezirke dazu gehören und dass auch ein Autohändler an der Peripherie als Mitglied wichtig ist, denn ohne Umfeld funktioniert der Kern nicht“. Erfreulich ist, dass Inhaber neuer Geschäfte gern inside Dornbirn Mitglieder werden. Manche eingesessenen Händler tun sich hingegen schwer, ihre einmal gefasste ablehnende Haltung über Bord zu werfen“.

Was können Sie über aktuelle Highlights bei inside Dornbirn sagen?

Heidi Mark: „Unser Highlight des Jahres ist die Plattform insideGO, die derzeit im Entstehen ist. Das ist das erweiterte Schaufenster unserer Mitglieder. Wir präsentieren auf der inside Website ausgewählte Produkte, die der Kunde online reservieren und später im Geschäft abholen kann. So lässt sich Schönes und Nützliches finden, ohne dass man extra danach suchen muss.

Und dann ist da unser aller Gutschein als stärkste Kaufkraftbindung und Vorteil für unsere Mitglieder und Kunden. Ich muss zugeben, dass die Einführung der neuen Karte vorübergehend zu Problemen geführt hat. Während wir 2017 für 1,288 Millionen Euro Gutscheine verkauften, waren es im Jahr 2018 um 80.000 Euro weniger. Das tut weh. Ich glaube daran, dass das unser Geld ist, für uns alle, die wir Dornbirn lieben, schätzen, mögen. Nun ist die Karte über die Kassenterminals der Mitglieder leicht verwendbar und einer Steigerung der Gutschein-Umsätze sollte nichts im Weg stehen”.

Wie profitieren die Mitglieder von inside Dornbirn, und wie wichtig ist das Mittun jedes Einzelnen?

Heidi Mark: „Der Wandel im Handel findet jetzt statt, und ich werde nicht müde darüber zu reden, wo das Einkaufserlebnis für unsere Gäste beginnt und dass es besonders auf die sogenannten weichen Faktoren ankommt. Die Gemeinschaft inside soll nicht nur ein Slogan sein, vielmehr soll das Gemeinsame unter den Geschäftsleuten gelebt werden und spürbar sein. Das setzt voraus, dass man sich kennt und voneinander weiß, was der Einzelne in seinem Geschäft hat und was er kann. Die Basis für die positive Stimmung untereinander ist der Austausch bei dem jährlichen Opening und der Jahreshauptversammlung sowie ein tägliches Geben und Nehmen. Außer den beliebten Veranstaltungen des Stadtmarketings braucht es individuelle Aktionen der einzelnen Geschäfte.

Welche Vorteile bietet Dornbirn seinen Besuchern? Was gilt es zu verbessern?

Heidi Mark: „Der große Vorteil ist, dass hier ausreichend Platz ist. Dornbirn kann wachsen und schon bald haben wir 50.000 Einwohner. Der Wochenmarkt ist eine elementare Veranstaltung unter freiem Himmel. Und auch hier gilt: Die Qualität muss gehalten werden. Für Ramsch ist kein Platz. Verbesserungen: Für Autofahrer muss ein dynamisches Parkleitsystem installiert werden.

Der entscheidende Vorteil für mich als Mutter von zwei erwachsenen Kindern ist aber die insgesamt hohe Lebensqualität unserer Stadt. Dass das so bleibt ist für mich eine Herzensangelegenheit.

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