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Caroline Gerstgrasser im Hilfseinsatz

Bildung bedeutet für Frauen in Äthiopien die große Chance, aus dem "Teufelskreis Armut" rauszukommen.
Bildung bedeutet für Frauen in Äthiopien die große Chance, aus dem "Teufelskreis Armut" rauszukommen. ©Caritas
Chancen für Mütter und Töchter schaffen. Seit einem halben Jahr ist Caroline Gerstgrasser im Hilfseinsatz der Caritas in Äthipopien.

Feldkirch, Äthiopien.  Wenn die Feldkircherin Caroline Gerstgrasser (30) ihre persönliche Lebenssituation mit der einer jungen Frau in Äthiopien vergleicht, weiß sie sich glücklich zu schätzen: „Ich konnte genauso wie mein Bruder in die Schule gehen und studieren, kann selbst entscheiden, wann und wen ich heirate und wie viele Kinder ich bekomme. Ich werde kaum darum bangen müssen, dass meine Kinder verhungern oder an Durchfall oder Malaria sterben, weil ich mir die Behandlung nicht leisten kann.“ Anders die Situation in ländlichen Gegenden Äthiopiens, wo Caroline Gerstgrasser seit März für ein Hilfsprojekt der Caritas im Einsatz ist: „Dort arbeitet eine Frau im Schnitt 18 Stunden am Tag. Kein Wunder also, dass man in den Restaurants oder am Abend in den Bars nur Männer sitzen sieht.“ Die Frauen hingegen sehe man meist schwer beladen: Wenn sie ihre Babys, Wasser sowie Holz nach Hause tragen, Ware auf den Markt bringen oder auf der Baustelle den ganzen Tag Steine, Sand und Beton schleppen.

„Mädchen werden geraubt“

„Vielen Mädchen ist die Schulbildung insbesondere in höheren Schulen verwehrt – aus finanziellen wie auch kulturellen Gründen. Eine Heirat bzw. eine arrangierte Verheiratung, bevor sie 14 Jahre alt sind, ist auf den Dörfern nach wie vor die Regel. Selbst dass Mädchen geraubt und gewaltsam zur Frau genommen werden, gehört leider noch nicht der Vergangenheit an.“ Auch die HIV/Aids-Rate ist sehr hoch. „Opfer und Leidtragende sind meist die Frauen und Kinder der untreuen Ehemänner. All diese Probleme sind sehr stark im kulturellen Rollenbild der Frauen verwurzelt, und es ist extrem schwierig an diesem traditionellen Denken etwas zu verändern – sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen.“

Alternativen

Caroline Gerstgrasser berichtet aber auch von Veränderungen: Beispielsweise von einem Wohnheim in Meki, das Mädchen den Schulbesuch bis zur zwölften Klasse ermöglicht. Auch auf Frauen ausgerichtete Programme schaffen Möglichkeiten, sich ein eigenes kleines Einkommen zu erwirtschaften und die Familie versorgen zu können. Alleinstehende Frauen mit Kindern werden zu gleichen Teilen wie andere Familien in die Projekte mit eingebunden. „Auch die Spargemeinschaften sind für viele Frauen eine Chance, was ähnlich wie eine Bank funktioniert. Am Ende des Jahres gibt es dann eine Gewinnausschüttung.“ Nicht zuletzt wird durch den Bau und Betrieb von Schulen ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Bildung ist mit Sicherheit der Schlüssel und die nachhaltigste Form, in Äthiopien auf lange Sicht etwas zu verändern.

Wer sich wie Caroline Gerstgrasser bei einem Auslandseinsatz engagieren möchte, kann sich bei der Caritas Auslandshilfe bei Daniel Zadra unter Tel. 05522 200-1063 oder
daniel.zadra@caritas.at informieren.

Quelle: Caritas Vorarlberg

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