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Brennpunkt Bahnhof Dornbirn

Dornbirn - Angetrunkene Jugendliche, die sich vor allem am Freitag und Samstag zur Weiterfahrt in die "Blaue Sau" nach Lustenau am Busbahnhof versammeln, sind für die Dornbirner FPÖ nur ein Teil des Sicherheitsproblems im Bahnhofsviertel.

Die Blauen werfen Bürgermeister Wolfgang Rümmele vor, alle Vorzeichen einer bevorstehenden Eskalation zu ignorieren. Für Anrainer Eduard Fischer wäre es längst an der Zeit zu handeln: „Sperrstunden der Lokale werden im Sommer lauthals abgefeiert, rücksichtslose junge Autobesitzer gefährden Fußgänger, spuckende Jugendliche machen das Passieren des Busbahnhofs zum Spießrutenlauf.“ Er wundert sich nicht, dass das Bahnhofsviertel für niveauvolle Geschäfte zu wenig attraktiv ist, obwohl für den Neubau des Bahnhofs, des Busbahnhofs, des WIFI und die Sanierung des Posthochhauses viel Geld in die Hand genommen wurde. Eine Verbesserung der Situation würde er sich von einem ständig besetzten Polizeiposten auf dem Bahnhofareal erwarten.

Fehlt nur das Geld?

Auf der hinter verschlossenen Türen abgehaltenen Sicherheitstagung im Dornbirner Rathaus wurde offenbar darüber gesprochen. „Die Bundespolizei wäre sogar froh über eine Standortverlegung ihrer Dienststelle in die Nähe des Bahnhofs“, so Stadtparteiobmann Walter Schönbeck. Allerdings sei durchgeklungen, dass dafür das Geld fehle. Seiner Meinung nach sollte das Geld aber kein Grund sein, die Bundespolizei nicht an den Bahnhof zu holen, „denn der ÖBB-Manager für Tirol und Vorarlberg war bei diesem Gespräch der Meinung, dass das Sozialsystem am Busbahnhof zu kippen beginnt“. Besorgte Bürgerinnen und Bürger würden nicht ernst genommen und fühlten sich alleingelassen, wirft Schönbeck der Stadt vor, auf die Entwicklungen nicht entsprechend zu reagieren. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf den hohen finanziellen Aufwand für Sicherheitsmaßnahmen oder Reparaturen durch die öffentliche Hand: „Allein für die Sicherheitsbegleitung in den Bussen werden jährlich über 60.000 Euro ausgegeben, dazu kommen Sachschäden in Höhe von rund 100.000 Euro.“

Gegenmaßnahmen

Das Rathaus sieht ab Herbst Streifendienste rund um die Uhr, einen mobilen Wachdienst der ÖBB oder den Einsatz von Reinigungskräften auch an Wochenenden vor. Außerdem werden die Geschäfte rund um den Bahnhof aufgerufen, Zurückhaltung beim Verkauf von alkoholischen Getränken zu üben. Eine ständig besetzte Polizeidienststelle ist derzeit nicht vorgesehen.

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