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Beiderseits Zufriedenheit

Mit einem Sieg für die Austria und einem Remis für den FC Lustenau ist die Fußball-RedZac-Erste-Liga am Freitag zu Ende gegangen.

Zufriedenheit herrscht bei den Präsidenten der beiden Lustenauer Erstliga-Klubs ob der soeben beendeten Saison – wenn auch mit Einschränkungen: “Ich bin relativ zufrieden. Relativ darum, weil wir nach dem hervorragenden Herbst die Ziele, die wir uns im Frühjahr gesteckt hatten nicht erreichen konnten. Schluss­endlich hat es aber doch zum dritten Platz gereicht und wir sind vor dem FC Lustenau geblieben. Deshalb bin ich auch relativ zufrieden”, sagt Hubert Nagel, dessen Klub die Liga noch als Dritter abgeschlossen hat. Auf Rang vier kehrte das Team des FC Lustenau von seinem abschließenden Auswärtsspiel in Leoben heim. FC-Präsident Dieter Sperger machte sich allerdings nicht mit auf den Weg von der Steiermark nach Lustenau, sondern fuhr ins benachbarte Kärnten. “Es gibt hier den ein oder anderen interessanten Spieler, mit dem ich mich unterhalte”, sagt Sperger, der es verkraften kann, erneut hinter der Austria platziert zu sein: “Ich bin sicherlich zufrieden, weil wir unser Saisonziel erreicht haben. Wir wollten uns in der Spitzengruppe festsetzen, was uns auch gelungen ist. Mit konstanteren Leistungen wäre auch mehr drin gewesen. Ob wir nun vor oder hinter der Austria sind, ist so gesehen nicht so wichtig, weil unsere Zielsetzungen sich nicht an diesem einen Team orientieren.” So scheint es bei der Austria verständlicherweise ein höheres Gewicht zu haben, vor dem Lokalrivalen angekommen zu sein – schließlich haben die Grün-Weißen wenigstens dieses Ziel erreicht. Nagel betont: “Es geht hier nicht nur um die Platzierung in der Tabelle. Die Austria ist, was das Umfeld, die Finanzen, die Fans und auch was den sportlichen Erfolg betrifft, ganz klar die Nummer Eins im Ort.”

Temporärer Mangel

Nur in einer Beziehung ist die Austria derzeit die Nummer zwei in Lustenau: Sie hat im Hinblick auf die kommende Saison deutlich weniger Spieler fix im Kader und muss auf dem Transfermarkt nachlegen: Christoph Stückler, Ribeiro, Mihael Rajic (alle Altach), Oliver Schnellrieder (Wattens), Daniel Dunst (FC Magna), Günther Friesenbichler (Schwadorf), Patrick Scherrer (Ried, Salzburg oder Sturm Graz) und Patrick Seeger (Salzburg) werden den Klub auf jeden Fall verlassen. Dem stehen derzeit nur die Neuverpflichtungen Benjamin Sulimani und Sidinie de Oliveira gegenüber. Letztgenannter kommt vom Rivalen FC und ist dort einer von derzeit vier Abgängen. Neben Oliveira verlassen Thomas Burgstaller (SV Ried) und die Rapid-Leihgaben René Gartler und Thomas Schrammel die Blau-Weißen. Neu im Team sind Helmut König vom FC Kärnten, Metin Batir von der AKA Vorarlberg und der Brasilianer Marcelo Régis. Weiters sind noch die Rapid-Amateure Stephan Palla und Christopher Frank im Gespräch. Stürmer Frank könnte aber aus familiären Gründen absagen. Eine Alternative wäre eventuell Markus Unterrainer vom FC Kufstein. Anfang der Woche will Sperger jedenfalls zwei Neuzugänge präsentieren, die er vielleicht auch aus Kärnten mitbringt.

Ein Versprechen

Namen gibt es bei der Austria nur wenige, aber ein Versprechen von Nagel, das er am Freitag machte: “Auch wir verhandeln derzeit mit einigen aussichtsreichen Kandidaten und werden auch im nächsten Jahr wieder voll bei der Sache sein. Am Samstag bin ich zum Beispiel bei einem Spiel in Deutschland und sehe mir dort einen möglichen Neuzugang von uns an.” Nagel beobachtete die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg, die in der Bayernliga (vierte Liga) beim FC Ismaning mit 4:0 gewann.

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