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Aufschlag in Parkzonen

Bludenz -  Neuregelung der Parkraumbewirtschaftung in der Alpenstadt.

Vor 22 Jahren eingeführt, hat die Alpenstadt die Parkgebühren 1995 das letzte Mal erhöht. Nun soll auch in Bludenz ein Aufschlag kommen. Wie in den anderen Bezirksstädten soll ab 2011 eine Stunde Parken in der Kernzone (Zone 1 und 2) einen Euro kosten, 60 Cent pro Stunde sollen es in der Stadtrandzone (Zone 3 und 4) sein. In Bludenz waren bislang in der Kernzone 75 Cent pro Stunde zu berappen. Das Bludenzer Stadtratsgremium hat – mit einer Gegenstimme durch SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Weiss – die Anhebung der Parktarife abgesegnet. Kommende Woche soll die Stadtvertretung den entsprechenden Beschluss für die neue Parkgebührenverordnung fassen, der nicht zuletzt wegen der ÖVP-Mehrheit im Stadtparlament als gesichert gilt. „Der Wettbewerb zwischen den Vorarlberger Städten kann nicht über die Parkgebühren erfolgen. Deshalb ist eine Anpassung in den Kernzonen richtig. Individuelle Regelungen sind dadurch immer noch in einzelnen Bereichen möglich“, argumentiert VP-Bürgermeister Mandi Katzenmayer. Der Bludenzer Stadtchef stellt heraus, dass es weiterhin die „15-Minuten-Freiparkregelung und die Mittags-Parkgebühren-Freizeit zwischen 12 und 14 Uhr geben wird.“ Die Stadt werde auch die Parkmünzenaktion weiter fördern.

Ausweitung

Die geplante Parkgebührenerhöhung geht in Bludenz auch mit einer Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung einher. Um „Fluchtparkern“ entgegenzuwirken, ist vorgesehen, auch einen Teilabschnitt der Zürcherstraße sowie die Kurzparkzone bei der VGKK-Servicestelle und die Stellplätze im Bereich der Kreuzkirche gebührenpflichtig zu machen. Das gesamte Parklizenzgebiet in Bludenz soll dann ab Jänner 2011 an die 1100 Stellplätze umfassen. „Es handelt sich um eine moderate Ausdehnung, eigentlich nur um eine Angleichung an das Park- und Verkehrsverhalten“, bekräftigt Finanzstadtrat Vize-Bgm. Peter Ritter und ergänzt: „Der ÖPNV kann nur dann attraktiv sein, wenn das Preisgefüge zwischen Individualverkehr und Öffentlichem Verkehr gegeben ist. Seit 1995 hat es fünf Erhöhungen beim ÖPNV gegeben und keine bei den Parkgebühren.“ Das Herzstück der neuen Verkehrsplanung sei überdies das Comeback des Handy-Parkens in Bludenz. „Dadurch erhöhen wir den Kundenservice deutlich“, unterstreicht der Projektkoordinator. Und noch eine Besonderheit zeigt er auf: „Bis zur Verwirklichung des Innenstadt-EKZ-Kronenhaus samt Tiefgarage bleibt auch das gebührenfreie Parken beim Rathaus und auf dem Viehmarktplatz an den Samstagvormittagen.“ Während die OLB-Fraktion im Stadtparlament einer Parkgebührenerhöhung „unter der Voraussetzumng, dass gleichzeitig eine Verbesserung für den Radfahrverkehr im Stadtgebiet erfolgt, zustimmen wird“, so Karin Fritz, können sich SPÖ und FPÖ in Bludenz damit überhaupt nicht anfreunden. „Da wird einer weiteren Schwächung des Innenstadthandels Vorschub geleistet“, sagt SP-Stadtrat Weiss. „Ein falsches Signal“, ortet auch FP-Stadtvertreter Joachim Weixlbaumer. Die Bludenzer Freiheitlichen stellen daher die Forderung auf, dass die Gratisparkzeiten weiter ausgedehnt werden.

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