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1. Lustenauer Archivwanderung war ein voller Erfolg

Die Alpen Schönenmann und Briedler sind seit 200 Jahren fest in Lustenauer Hand.
Die Alpen Schönenmann und Briedler sind seit 200 Jahren fest in Lustenauer Hand. ©Archivbild VMH (Gemeinde Lustenau)

Lustenau. Über 60 interessierte Lustenauer und Lustenauerinnen nahmen am Sonntag, den 1. August an einer ganz besonderen Wanderung teil.

Geführt von Gemeindearchivar Wolfgang Scheffknecht und seinem Mitarbeiter Oliver Heinzle wanderten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei Traumwetter vom Ebnit aus zu den Lustenauer Gemeindealpen.

Im Ebnit wurden die Wandernden nach einem kurzen Abriss
der Ebniter Dorfgeschichte mit deren vielfältigen Verbindungen zu Lustenau vertraut gemacht. Oliver Heinzle ging dabei vor allem auf den verheerenden Dorfbrand von 1927, bei dem das Feuer das Sägewerk samt Holzlager, das Schulhaus, die Ebniter Kirche und das Pfarrhaus vollständig vernichtete, ein. Wolfgang Scheffknecht führte dann unter anderem aus, dass Ebnit im Mittelalter für längere Zeit der Lustenauer Pfarre angehörte. Auch die Wichtigkeit von Ebnit als Wallfahrtsort für die Lustenauer Bevölkerung in Zeiten der Pest war Gegenstand der Ausführungen.

Interessante Geschichten aus der Geschichte
Nach der Bewältigung des steilen Anstiegs nach Fluhereck, ergab sich dort während des Kurzvortrags über Hexenverfolgungen in Lustenau die Möglichkeit zu verschnaufen. Fluhereck und die umliegende Bergwelt findet sich in den Verhörprotokollen aus der damaligen Zeit immer wieder als angeblicher Sammelplatz für den Hexentanz. Nachdem dann noch kurz auf die Sage vom “Steäckowiibli” eingegangen wurde, führte die Wanderung weiter zur Alpe Priedler. Dort stand die Geschichte des Alpwesens im Raum Dornbirn – Hohenems auf dem Programm.

Oliver Heinzle verdeutlichte dabei einerseits die wichtige Rolle der Walser Kollonisten ebenso wie die der später zugewanderten Appenzeller Sennen und andererseits den großen Einfluss der Ritter und später Grafen von Hohenems. Dr. Wolfgang Scheffknecht machte den Anwesenden im Weiteren klar, wie wichtig die Übernahme der beiden Gemeindealpen vor 201 Jahren für die Lustenauer Viehzucht war. Die in den Bereichen moderne Pädagogik und Volksfürsorge sehr engagierte Gräfin Maria Walburga schenkte 1809 der Gemeinde Lustenau die Alpe Schönenmann. Die Alpe Priedler wurde der Gemeinde um 3500 Gulden verkauft. Aus den Zinsen des in einen Schulfonds einbezahlten Kaufpreises, wurden dann die Lustenauer Schulen gefördert und finanziert.

Jause auf der Alpe Schönenmann
Erholt von der kurzen Rast, ging es weiter zur Alpe Schönenmann, wo sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei einer herzhaften Jause stärken konnten. Anschließend standen dann die Ausführungen von Alpobmann Werner Hollenstein zur jüngeren Geschichte der beiden Alpen auf dem Programm. Eine Führung des vielfach preisgekrönten Sennmeisters Manfred Kohler durch die Räume der Sennerei und das im Weiteren daran anschließende gesellige Beisammensein auf der Alpe rundeten die erfolgreiche Veranstaltung ab.

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