Wildverbiss: Laternser Bürgermeister mit eigenen Forstbetrieb im Clinch

Von Matthias Rauch (VOL.AT)
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Die Diskussion um Wildverbiss in Laterns eskalierte.
Die Diskussion um Wildverbiss in Laterns eskalierte. - © VN/VOL.AT
Laterns – Der Wildverbiss im gemeindeeigenen Forst sorgt für dicke Luft in der Gemeinde. Der Forstbetriebsleiter wurde vom Bürgermeister aufgrund der Differenzen mit sofortiger Wirkung beurlaubt, offiziell schweigt man auf der Gemeinde.

Wildschäden im Wald sieht kein Förster gern, auch nicht im gemeindeeigenen Forst von Laterns. Dies scheint man jedoch im zuständigen Waldausschuss der Gemeinde nicht so tragisch zu sehen wie im zuständigen Forstbetrieb. Zumindest wurde der Forstbetriebsleiter direkt vom Bürgermeister beurlaubt, als er vergangene Woche die scheinbar massiven Wildschäden im Ausschuss kritisierte.

Konflikt brodle seit zwei Jahren

Der Konflikt in der Walsergemeinde brodelt scheinbar schon seit dem Machtwechsel nach der Gemeinderatswahlen 2015. Der Wald- und Jagdausschuss, der für den Forstbesitz zuständig ist, wird von Jägern dominiert. Dazu gehören Bürgermeister Heinz Ludescher und Vizebürgermeister Gerold Welte. Auch Jagdaufseher Reinhard Matt ist eines der vier Mitglieder des Ausschusses. Zwar ist der Forst eine wichtige Einnahmensquelle der Gemeinde – ob und wie stark dieser unter dem Wild leidet, scheint man jedoch seitdem geteilter Meinung zu sein.

Mit sofortiger Wirkung beurlaubt

Im Jänner scheint der Konflikt eskaliert zu sein. Bei der öffentlichen Gemeindevertretungssitzung am 25. Jänner sei eine Diskussion um einen “zensierten” Bericht zu dem Thema in der gemeindeeigenen Zeitung entbrannt. Bei der darauffolgenden Ausschusssitzung sei die Dokumentierung des Wildverbiss’ wieder Thema gewesen – und Forstbetriebsleiter Gerhard Vith mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. Laut VOL.AT vorliegenden Informationen habe er noch am selben Tag das Büro räumen müssen.

Betroffenen wollen sich zu Details nicht äußern

Aus dem Gemeindeamt will man zum Konflikt nichts sagen. Vith bestätigt zumindest seinen aktuellen Urlaubsstatus. Bürgermeister Ludescher wiederum will interne Diskussionen nicht über die Medien austragen. Dass Vith das Büro habe räumen müssen, sei jedoch ein “Schmarren”. Es sei jedoch so, dass man bei Meinungsverschiedenheiten hin und wieder eine Zeitlang Abstand brauche. Noch am Dienstag, dem Tag nach der ersten Anfrage durch VOL.AT, habe es laut Ludescher eine Aussprache gegeben. Was dabei jedoch besprochen wurde, und wie es nun weitergeht, will er sich nicht äußern.

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