Jubiläum 150 Jahre Kapelle Ammenegg

Von Gemeindereporter Edith Rhomberg
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Ein Kleinod ist die Kapelle Ammenegg oberhalb von Dornbirn
Ein Kleinod ist die Kapelle Ammenegg oberhalb von Dornbirn - © Edith Rhomberg
Messfeier zum Patrozinium des Hl. Wendelin am 23. Oktober unter Mitwirkung der Bauernkapelle Dornbirn.

Dornbirn. Als bescheidenes Kleinod mit großer Strahlkraft wird die Kapelle Ammenegg oberhalb von Dornbirn bezeichnet. Sie liegt an der alten Bödelestraße und gehörte bis vor wenigen Jahren zur Pfarre Maria Heimsuchung, Haselstauden. Jetzt ist die kleine Kapelle, in der noch regelmäßig Gottesdienste abgehalten werden, Teil der Pfarre St. Sebastian, Oberdorf.

Dass nun am 23. Oktober ein Gottesdienst als 150-Jahr-Feier veranstaltet werden kann, ehrt nicht nur den Stifter und Erbauer, sondern auch jene Dornbirner, die zur Pflege und Erhaltung des kleinen Gotteshauses ehrenamtlich tätig sind. Die Kapelle Ammenegg steht unter Denkmalschutz und wurde über hundert Jahre lang von der Familie Kalb, später Achberger, betreut. Seit mehreren Jahren sind Josef Achberger und die Familie Nenning Kapellenpfleger, die, ebenso wie Herta Herburger, sehr sorgfältig auf die Erhaltung der Kapelle achten. Herta Herburger sorgt außerdem seit vielen Jahren für schönen Blumenschmuck und für die Organisation von Gottesdiensten.

Die Geschichte

Zur Geschichte der Kapelle Ammenegg ist bekannt, dass sie der Kaufmann und Weinhändler Matthäus Thurnher (1792-1878) im Jahr 1866 errichten ließ. Geweiht wurde sie zu Ehren der Heiligen Magdalena und des Heiligen Wendelin. Die Ausgestaltung der Kapelle lag in den Händen des Dornbirner Kunstmalers Caspar Rick. Von ihm stammen das Deckengemälde, die Darstellung Jesu im Tempel, das Bildnis der Hl. Magdalena, des Hl. Wendelin, die Kreuzwegbilder sowie das Auge Gottes und die Akanthusranken. Das Altarbild, ebenfalls von Rick gemalt, ist der Hl. Maria, Helferin der Christen, gewidmet. 1947 wurde vom Restaurator Andreas Amann aus Schlins die dringend notwendige Erneuerung der Kapelle durchgeführt. Finanziert wurde die Restaurierung mit der Spende des Ferienhausbesitzers Ministerialrat Dr. Müller.

Die Glocke, gestiftet von Matthäus Thurnher und gegossen von der Firma Grassmeyr in Feldkirch, musste 1944 für Kriegszwecke abgegeben werden. 1960 konnte als Ersatz die kleine Glocke der Friedhofskirche St. Anton in Hohenems käuflich erworben werden. Dank des elektrischen Läutwerkes verkündet sie seit 1976 jeden Tag den „Engel des Herrn“. Vor einigen Jahren wurde die Kapelle mit einem neuen Schindelkleid versehen. Die Kosten dafür konnten durch Spenden und Rücklagen aufgebracht werden.

Wanderer und Messbesucher kommen gerne in die Kapelle Ammenegg, so Herta Herburger. Sie freut sich schon auf die Messfeier anlässlich des Patroziniums des Heiligen Wendelins und lädt, gemeinsam mit allen Freunden der Kapelle, herzlich dazu ein.


150 Jahre Kapelle Ammenegg
Messfeier Sonntag 23. Oktober um 9.30 Uhr
unter Mitwirkung der Bauernkapelle Dornbirn
Bei guter Witterung wird die Messe bei der Kapelle, bei schlechter Witterung im neu errichteten Ammenegger Stadel gefeiert. Anschließend findet im Stadel ein Frühschoppen mit Musik und Bewirtung statt.

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