Josef Haders Regiedebüt “Wilde Maus” im Wettbewerb der Berlinale 2017

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Josef Hader (l.) beim Dreh von "Wilde Maus" in Wien
Josef Hader (l.) beim Dreh von "Wilde Maus" in Wien - © APA
Riesenerfolg für den österreichischen Schauspieler und Kabarettisten Josef Hader: Dessen Regiedebüt “Wilde Maus” geht bei der 67. Berlinale (9. bis 19. Februar) ins Rennen um den Goldenen Bären.

Die Tragikomödie um einen Musikkritiker, der nach seiner Kündigung auf nächtliche Rachefeldzüge geht, feiert im Wettbewerb ihre Weltpremiere, wie die Internationalen Filmfestspiele am Dienstag mitteilten.

Haders “Wilde Maus” im Wettbewerb zur Berlinale

“Wilde Maus” ist einer von 13 Filmen, die dem Wettbewerb und “Berlinale Special” hinzugefügt wurden. Der Regieneuling steht damit neben renommierten Filmemachern wie Volker Schlöndorff, Aki Kaurismäki, Agnieszka Holland und Sally Potter, die ihre neue Werken in Berlin präsentieren. Gleich doppelt ist der Wiener Georg Friedrich vertreten: Er spielt sowohl in “Wilde Maus” als auch in “Helle Nächte”, dem deutsch-norwegischen Wettbewerbsbeitrag von Thomas Arslan, mit. Das vollständige Programm wird bei einer Pressekonferenz am 31. Jänner bekannt gegeben.

Coup für Josef Hader

Mit kultigen Auftritten u.a. in den Brenner-Filmen hat der Schauspieler und Kabarettist Josef Hader bereits österreichische Film- und Fernsehgeschichte geschrieben. Bei der 67. Berlinale feiert der 54-Jährige nun seinen internationalen Einstand als Regisseur: Sein Debütfilm “Wilde Maus” konkurriert im Wettbewerb des A-Festivals um den Goldenen Bären, teilten die Filmfestspiele am Dienstag mit.In der Tragikomödie, die am 17. Februar in die österreichischen Kinos kommt, verkörpert der gebürtige Mühlviertler den Musikkritiker Georg, der nach seiner Kündigung bei einer Wiener Zeitung nach Rache sinnt. Seiner sich nach Nachwuchs sehnenden, jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger) die Kündigung verschweigend, geht der 50-Jährige auf nächtliche Rachefeldzüge gegen seinen Ex-Chef. Tagsüber trifft er sich mit seinem ebenfalls arbeitslosen, ehemaligen Mitschüler Erich und beginnt, mit ihm und dessen rumänischer Freundin eine alte Achterbahn – die “Wilde Maus” – zu renovieren.

Rittern um den Goldenen Bären in Berlin

Als Erich an Haders Seite steht sein langjähriger Weggefährte Georg Friedrich, der auch in einem weiteren Wettbewerbsfilm mitwirkt: In “Helle Nächte” des deutschen Regisseurs Thomas Arslan (“Gold”) verkörpert der 50-Jährige den Bauingenieur Michael, der mit seinem Sohn Luis nach Norwegen reist, um einen Neustart zu wagen.

“Wilde Maus” und “Helle Nächte” sind zwei von insgesamt 13 Filmen, die am Dienstag dem Hauptwettbewerb und dem “Berlinale Special” hinzugefügt wurden. Um den Goldenen Bären konkurrieren weiters neue Werke des Deutschen Volker Schlöndorff (“Return to Montauk”), des Südkoreaners Hong Sang-soo (“Bamui haebyun-eoseo honja”), des Brasilianers Marcelo Gomes (“Joaquim”) sowie des Japaners Sabu (“Mr. Long”). Der britische Regisseur Danny Boyle zeigt “T2 Trainspotting”, das lang ersehnte Sequel seines Kult-Drogenfilms, ebenso außer Konkurrenz wie James Mangold das “X-Men”-Spin-off “Logan – The Wolverine” mit Hugh Jackman.

Bereits zuvor standen neue Arbeiten von u.a. Aki Kaurismäki, Agnieszka Holland und Sally Potter als Bären-Kandidaten fest. “Wilde Maus” ist derzeit der einzige Debütfilm im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele, die von 9. bis 19. Februar in Berlin stattfinden. Das vollständige Programm wird am 31. Jänner bekannt gegeben. Österreich ist auch in der Reihe “Panorama” vertreten: Hier feiert “Untitled”, Michael Glawoggers letztes, von seiner Cutterin Monika Willi vollendetes Werk seine Weltpremiere.

>>Dreharbeiten von “Wilde Maus” am Wiener Praterstern mit Josef Hader

(apa/red)

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