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Auf den Zahn gefühlt

Für Simone Nagel ist die Lehre zur zahnärztlichen Fachassistentin ein absoluter Berufswunsch
Für Simone Nagel ist die Lehre zur zahnärztlichen Fachassistentin ein absoluter Berufswunsch ©Gerty Lang
Luag, was ma wera künnt: Zahnärztliche Fachassistentin. Simone Nagel hat sich für den relativ jungen Beruf „Zahnärztliche Fachassistentin“ entschieden.
Beim Zahnarzt

Dornbirn. Über 20 Jahre hat es gebraucht, bis sich die zahnärztlichen Körperschaften, Gewerkschaften und das Gesundheits- wie das Wirtschaftsministerium einigen konnten, in einem „Zahnärztlichen Assistenz-Gesetz“ das Berufsbild eines Gesundheitsberufes für die zahnärztliche Assistenz mit einer reglementierten Ausbildung zu schaffen. 2013 ist es in Kraft getreten.

„Der Lehrberuf zur „Zahnärztlichen Fachassistenz“ ist ein vorerst bis auf 2020 befristeter Ausbildungsversuch des “Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend” und sehr umfassend: Betreuung der Patientinnen und Patienten, Assistenz der Zahnärzte und Zahnärztinnen, Hygienemaßnahmen, kleine Zahntechnikerarbeiten, Organisation des täglichen Praxisablaufs samt Terminplanung und administrativer Aufgaben. Außerdem erledigen sie in bestimmten Bereichen die Abrechnung der Leistungen mit den Patientinnen und Patienten sowie den Krankenkassen. Während der Behandlungen leisten sie tatkräftige Unterstützung“, gibt Zahnärztin Susann Hurraß einen kurzen Einblick in den Lehrberuf.

Bei Dental Clinics Zahnart Susann Hurraß in Dornbirn absolviert Simone Nagel nun ihr 2. Lehrjahr. Die 16-jährige Höchsterin wollte unbedingt einen facetten- und abwechslungsreichen Beruf lernen. Da sie selbst drei Jahre eine Zahnspange getragen hatte, fiel ihr die Entscheidung leicht. „Es war wirklich Glück, dass die Praxis einen Lehrling gesucht hat“, strahlt das sympathische Mädel. „Hier kann ich so viel lernen, da wir die verschiedensten Gebiete in der Zahnmedizin abdecken. Angefangen von der Prophylaxe, über Implantate bis zur Kieferorthopädie. Wie der Beruf schon sagt, man assistiert dem Zahnarzt“. „Bei der Angst vor dem Zahnarzt handelt es sich häufig um eine unterbewusste Urangst“, lacht Susann Hurraß. „Das kann auch von schlechten Erfahrungen herrühren. Diese Angst ist jedoch völlig unbegründet.“

Die Praxis, ähnelt einem Salon, mit Jugendstilmöbeln und Klavier. „Es ist wirklich schön, in so einer Atmosphäre in einem tollen Team zu arbeiten“, schwärmt das Lehrmädchen. Doch wie sieht es mit der Berufsschule aus. „Einmal pro Woche fahre ich nach Lindau. Dort kann ich meine theoretische Ausbildung machen. Grundsätzlich wird dort nach deutschem Recht gelehrt, das ist im Grenzbereich aber auch ein Vorteil, weil man beides schon kennt. Für die Lehrabschlussprüfung muss ich dann noch einige wenige österreichisch-spezifische Fachbereiche dazulernen, da die Prüfung in Österreich ist. In Österreich gibt es für die Lehre sonst nur zwei Berufsschulen, die sind in Wien und Baden bei Wien und werden als Blockschulen geführt. Wenn ich nach drei Jahren meine Lehre abgeschlossen habe, gibt es auch Weiterbildungsmöglichkeiten wie z.B. zur„Prophylaxeassistentin” – kurz PAss genannt. Das kann man dann auch in Vorarlberg machen. “

Die Vorteile einer Lehre sind klar: Über die Berufsschule werden Lehrlinge wesentlich umfassender ausgebildet. Vor allem unterliegen sie den besonderen Schutzbestimmungen des Berufsausbildungsgesetzes. Das Problem: Lehrbetriebe sind spärlich gesät!

 

Lehrbetrieb
Dental Clinics Zahnart Susann Hurraß

Zahnarzt
Schulgasse 18, 6850 Dornbirn
Tel. +43 5572 386333
E-Mail: office@zahnart.at
Web: http://www.zahnart.at

 

Was macht den Beruf aus?

Susann Hurraß, Zahnärztin und Ausbildnerin
Es ist die Abwechslung und die gegenseitige Wertschätzung und das Verständnis für die großen und kleinen Sorgen und Nöte des Patienten. Man muss zuhören können und für die Patienten eine stressfreie Atmosphäre schaffen.

Simone Nagel (16), 2. Lehrjahr
Das Schöne ist, wenn man zusammen mit dem Patienten Probleme lösen kann und er dann glücklich nach Haus geht. Ich arbeite bereits an Modellen, sterilisiere Instrumente und assistiere bei Patientenbehandlungen. Auch Zahnspangen interessieren mich sehr.

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