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Wow! Hammer-Video zeigt Skydiver über dem Ländle

Wahnsinns-Aufnahmen: Skydive überm Ländle.
Wahnsinns-Aufnahmen: Skydive überm Ländle.
Der Himmel ist ihr Revier: Dieses beeindruckende Video zeigt eine Gruppe Skydiver bei ihrem Flug über Vorarlberg. Absolut sehenswert!

Ein spektakuläres Video zeigt mehrere Skydiver bei ihrem Flug über – oder besser gesagt bei ihrem Sturz in Richtung Vorarlberg. Was bei den meisten Zeitgenossen wohl ein zumindest mulmiges Gefühl auslösen würde, sorgt bei den Beteiligten für sichtbare Begeisterung.

Die Aufzeichnungen zeigen den Sprung aus dem Flieger, Stunts in der Luft – und nicht zuletzt das atemberaubende Panorama über dem Ländle.

“Unglaublich geil”

Mittendrin statt nur dabei war Felix (22). Schon mit 15 Jahren absolvierte er seinen ersten Sprung. VOL.AT interviewte ihn zum Video – und zum Skydiven.

VOL.AT: Wie lange springt ihr in eurem Verein schon?

Felix: In Hohenems wird seit den 80-ern Fallschirmsport im Verein UPCS (Union Para Club Silvretta) betrieben und wir sind eines der größten Sprungzentren in Österreich.

VOL.AT: Und seit wann bist du im Verein?

Felix: Ich habe meine Ausbildung 2008 im zarten Alter von 15 Jahren begonnen. Mein Vater war einer der ersten Sportler, die in Hohenems aus Flugzeugen abgesprungen sind und den Verein aufgebaut haben. Meine Kindheit war somit mit einigen Flugplatz-Aufenthalten verbunden – der erste Sprung war also nur eine Frage des Alters.

VOL.AT: Wie oft bist du schon gesprungen – und wie viele Male davon über Vorarlberg?

Felix: Im ersten Jahr hab ich über 200 Sprünge genossen, mittlerweile sind es mehr wie 2500. Knapp die Hälfte davon fand in Vorarlberg statt.

VOL.AT: Man sieht dich im Video mit mehreren anderen Personen. Bildet ihr eine Art “verschworenen Kern” – einen festen Freundeskreis?

Felix: Der Freundeskreis unterliegt natürlich auch dem Wandel der Zeit, weshalb immer neue Leute dazu stoßen, während andere ihre aktive Laufbahn beenden. Der “harte Kern” besteht aber seit einigen Jahren, und manchmal auch Jahrzehnten aus den gleichen Personen, die dafür sorgen dass Sprünge und Aufnahmen wie in dem gezeigten Video möglich sind und durchgeführt werden. Mittlerweile haben wir richtig gute Sportler in den verschiedensten Bereichen, daraus resultiert ein großes Know How im gesamten Fallschirmsportbereich.

VOL.AT: Wie seid ihr auf die Idee mit dem Video gekommen?

Felix: Einer der Hauptgründe des Events war es, das Wissen und die Erfahrung wie man schöne, sichere Formationssprünge durchzuführen hat, an den Nachwuchs weiterzugeben. Für die Sportler sind die Formationsflüge dann jeweils in den Bereichen Wingsuit, Freefly und dem klassischen Bauchfliegen organisiert. Jeder hat seine Sache wirklich super gemacht, ansonsten wären solche Szenen nicht entstanden! Ein Außenstehender vermag eventuell nicht zu erkennen, welche Präzision es verlangt, um Aufnahmen wie diese zu produzieren. Aber ich kann versichern, dass es kein lockeres “mal eben aus dem Flugzeug springen” ist.

VOL.AT: Erzähl uns ein wenig über die Hintergründe zum Video – die Aufzeichnungen sehen außerordentlich professionell aus.

Felix: Das Video entstand durch die Mithilfe des Salzburger Fotografen Wolfgang Lienbacher, der Im Freifall als Kameramann und später auch als Video-Editor fungierte. Seine Klasse hat sehr viel zu der Qualität der Aufnahmen beigetragen. Ganz von den sportlichen Aspekten abgesehen sind die Aufnahmen mit dem Bodensee und Rheintal nur wieder ein Beweis dafür, auf was für einem schönen Fleckchen Erde wir leben!

VOL.AT: Sieht jedenfalls im Video ganz so aus, als ob ihr einige Meter zwischen euch und dem Vorarlberger Boden gehabt hättet. Wie viele waren es letztendlich – und wie schnell ging es nach unten?

Felix: Absprunghöhe war die Standardhöhe 4000 Meter über Grund, Wingsiut-Piloten haben durch ihre Anzüge langsamere Fallgeschwindigkeiten, sie können über zwei Minuten durch die Luft schweben. Freefly Gruppen hingegen nehmen vertikale Flugpositionen ein und erreichen Geschwindigkeiten bis zu 320 km/h. Sprich: Sie sind nur etwa 45 Sekunden unterwegs sind bis es langsam Zeit wird, an die Öffnung des Fallschirmes zu denken.

VOL.AT: Brauchen Interessierte eine spezielle Ausbildung? Wie läuft das ganze ab? Und wann kann man “einsteigen”? Überhaupt – wie lässt sich das Gefühl des freien Falls beschreiben?

Felix: Mittlerweile kann man die Ausbildung zum Fallschirmspringer schon im Alter von 14 Jahren beginnen und mit dem 15. Geburtstag die Lizenz erhalten. Diese kann man im Rahmen einer Ausbildungswoche in Hohenems erhalten. Diese ist weltweit gültig. Der empfehlenswerteste Einstieg in den Sport wäre ein Tandemsprung, danach kann jeder das Gefühl für sich selbst beschreiben. Jeder hat da so seine eigene Definition über das Gefühl beim Fallschirmspringen, wobei “unglaublich geil” der wahrscheinlich gängigste Ausdruck ist.

VOL.AT: Wie groß ist die Verletzungsangst?

Felix: Angst ist meiner Meinung nach ein Vorbote von Unheil, wenn ich vor einem Sprung Angst habe bin ich in der Situation fehl am Platz. Der Respekt vor dem Sport ist aber immer dabei und für mich wie eine Schranke über die Leistungsgrenzen hinaus. Das Fallschirmspringen ist und bleibt auf seine eigene Art und Weise ein Extremsport, jedoch nicht auf Grund des Equipments sondern wegen des Risikofaktors Mensch, und diesen Faktor kann jeder Sportler für sich selbst auf ein Minimum reduzieren.

VOL.AT: Mal halbernst gefragt: Wie viel ist beim ersten Sprung springen, und wie viel stoßen?

Felix: Beim ersten Sprung kann man von einer von Natur aus ängstlichen Person natürlich schwer verlangen genau jetzt keine Angst zu haben, da heißt es dann die Angst in Vorfreude umzuwandeln um den Spaß zu genießen. Wenn man aber einmal oben angekommen ist und schon in der Tür nach draußen steht, gibts kein Zurück mehr. Dafür sorgen die Lehrer, denn die fürchten sich alle vor der Landung mit dem Flugzeug und verlassen es lieber (lacht).

VOL.AT: Gäbe es für dich einen Grund aufzuhören – etwa wegen der Freundin?

Felix: Meine Freundin bräuchte schon sehr, sehr überzeugende Argumente um mich auf den Boden zu stellen (lacht): Ich bin 22 und noch jung, wenn einmal der Tag kommt an dem ich merke “so geht’s nicht mehr” werde ich mir etwas Schlaues überlegen. Zurzeit verschwende ich aber noch keinen Gedanken daran!

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