Wintertourismus: "April ist Zünglein an der Waage"

Schwarzach (VN) - Vorarlbergs Tourismus könnte in der Wintersaison mit viel Glück noch das Vorjahres­ergebnis erreichen.

„Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der Wintersaison im Vorarlberger Tourismus durchaus zufrieden. Bis Ende Jänner lagen wir gegenüber dem Vorjahr bei den Nächtigungen mit 0,3 Prozent leicht im Plus. Der Februar war etwas schwächer als im letzten Jahr, was auch damit zusammenhängt, dass das Faschingswochenende heuer erst im März ist. Erste Rückmeldungen deuten darauf hin, dass sich im März die Zahlen etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen werden.“

Diese Bilanz der Tourismus-Wintersaison 2010/2011 zieht der Vorarlberger Tourismusdirektor Christian Schützinger gegenüber den VN. Und: „DerApril wird aber dafür entscheidend sein, ob wir das Vorjahresergebnis erreichen. Dafür brauchen wir gutes Wetter und ausreichend Schnee, also viel Glück.“

 
Kürzere Saison in Tallagen

Auch der Hotelier Roland Saur in Gargellen, Mitglied der Sparte Tourismus und im erweiterten Präsidium der Wirtschaftskammer Vorarlberg, meint zu den VN: „Die schwarze Null gegenüber dem Vorjahr ist noch drin. Mehr nicht. Dafür braucht es aber genügend Schnee noch im März und gutes Wetter, sonst kommt niemand mehr in die Berge. In niedrigeren Lagen kenne ich viele Betriebe, die ihre Wintersaison bereits Ende März beenden.“ Die vorjährige Saison war die bisher drittbeste im heimischen Tourismus. „Die bisherigen Zahlen zeigen aber auch“, so Schützinger weiter, „dass sich die Aufenthaltsdauer der Gäste weiter verkürzt hat, und auch bei den inflationsbereinigten Ausgaben wird insgesamt eine gewisse Zurückhaltung sichtbar.“

Profitieren konnte der heimische Fremdenverkehr andererseits vom hohen Frankenkurs, die Nächtigungen der Schweizer zeigen ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Winter 2009/2010. Tschechen kamen um elf Prozent mehr. Auch deutsche Gäste verzeichneten einen Zuwachs um 0,5 Prozent bei den Übernachtungen. Was die Buchungen in den verschiedenen Beherbergungsbetrieben anbelangt, zeigen gerade die gewerblichen Betriebe Zuwächse, Einbußen mussten hingegen die Privatzimmervermieter hinnehmen. Diese liegen bei 4,4 Prozent. Steigerungen von bis zu 30 Prozent verzeichneten hingegen Jugendgästehäuser und Herbergen.

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