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Wallfahrtskirche Maria Bildstein - Wie sieht sie nun aus?

Pfarrer Paul Burtscher beim Gnadenbild
Pfarrer Paul Burtscher beim Gnadenbild ©Kath. Kirche Vorarlberg/Simone Rinner
„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, heißt es am 10. Dezember bei der Eröffnungsfeier der Wallfahrtskirche Maria Bildstein. Ein adventliches Thema, das perfekt zum Abschluss der einjährigen Renovierungsarbeiten passt – und einlädt, sich selbst ein Bild von der neu sanierten Kirche zu machen.


Bildstein (PDF) Rund ein Jahr wurde in der Wallfahrtskirche fleißig gearbeitet – vom Fußboden bis unters Dach. Nun freut sich Pfarrer Paul Burtscher, dass die „Tore“ wieder für WallfahrerInnen, PilgerInnen und vor allem die BildsteinerInnen offen stehen, um „sich mit dem neuen Kirchenraum vertraut zu machen, ihn mit Gebeten zu füllen und eine neue Mitte zu finden, die zu einer spirituellen Erneuerung führt“.   Es sei eine schöne Aufgabe, „als Pfarrgemeinde eine Kultur der Gastfreundschaft pflegen zu dürfen“, so Burtscher.

Und die Gäste können sich freuen. Die Wallfahrtskirche verbindet nämlich nicht nur Spiritualität mit zeitgenössischer Architektur, sondern auch Altes mit Neuem. Die drei Altäre, die sich bereits in der Kirche befanden, wurden gereinigt und renoviert, die wertvolle Barockholzdecke saniert und die bestehenden Kirchenbänke befinden sich wieder an ihrem Platz.

Ein stimmiges Bild
Ein besonderes Highlight ist die Altarinsel, die neu gestaltet wurde. „Das Gnadenbild ist ins Zentrum gerückt und schafft in der Apsis – zusammen mit dem neuen Tabernakel – eine Atmosphäre der Andacht“, freut sich Burtscher, dass das Gnadenbild nun wieder an seinem ursprünglichen Platz – in der Hauptachse des Kirchenschiffes hinter dem Volksaltar  – Raum gefunden hat.

Kostbare alte Schätze
Doch die Wallfahrtskirche wartet noch mit weiteren Schätzen auf. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden auf dem Dachboden 15 bemalte Rosenkranztafeln aus dem Jahr 1790 gefunden, die nach einem Zwischenstopp beim Restaurator nun im linken Seitenarm zu finden sind. Ihnen gegenüber – im rechten Seitenarm – hängen in einer Linie auf Augenhöhe prominente Nachbarn: 13 Silbertafeln aus dem Jahr 1702, die vom Bregenzer Goldschmiedemeister Johann Georg Zwicklin gefertigt wurden und bislang an Volksaltar und Ambo angebracht waren. Zusammen mit der Pietà in der Rundung des linken Seitenarms und Votivtafeln aus fast allen Epochen im Presbyterium vervollständigen sie das Bild der Barockkirche.

Damit die Kunstschätze, die wertvolle Holzdecke, Bilder und die Altäre keinen Schaden mehr nehmen können, wurde der Fußboden des Kirchenraums komplett erneuert und eine Bodenheizung zur Erhaltung eines konstanten Raumklimas eingebaut. Außerdem wurden die Wände generalsaniert und der Dachboden isoliert. Die Gesamtsubstanz der Kirche habe in den letzten Jahrzehnten sehr gelitten, betont Burtscher, dass nun eine Jahrhundertrenovierung – nämlich eine Renovierung für die nächsten hundert Jahre – gelungen sei.

Ein großes „Vergelt‘s Gott“
Rund 1,7 Millionen Euro hat die Renovierung gekostet, wovon der Löwenanteil für die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten aufgewendet wurde. Die gefundenen Sakralgegenstände sowie  Transport und Renovierung der Volksaltäre sorgten zwar für eine Erhöhung der Kosten, tragen aber zum Mehrwert der Kirche bei. Mehrkosten, die gemeinsam getragen werden – unter anderem auch dank der Hilfe des Freundeskreis Maria-Bildstein, spricht Burtscher ein großes „Vergelt‘s Gott“ an alle UnterstützerInnen aus.

Termin:
Erster Festgottesdienst in der neu renovierten Wallfahrtskirche Maria Bildstein
Mit Altarweihe durch Bischof Benno Elbs und anschließendem „Fest der Begegnung“ mit dem Musikverein Bildstein im Pfarrsaal
Sonntag, 10. Dezember, 10 Uhr
Wallfahrtskirche Maria Bildstein

Quelle: Kath. Kirche Vorarlberg/Simone Rinner

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