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WAHL: Vorarlbergs Parteikollegen zufrieden

Die Reaktionen der Parteichefs im äußersten Westen zum Wahlergebnis am anderen Ende Österreichs fallen zum Teil differenziert aus. Von einer „klaren Entscheidung“ spricht Landeshauptmann Sausgruber.

So überwiegt bei FP-Landeschef Dieter Egger die Freude, dass der FPÖ der Einzug in den Landtag gelungen ist, er appelliert aber angesichts der dramatischen Verluste „nochmals an die Vernunft aller Verantwortlichen, das ,dritte Lager’ gemeinsam zu stärken“.

Über die „prekäre Situation darf man nicht hinwegsehen“, so Egger: Der Einzug sei vermutlich auch deshalb gelungen, „weil das BZÖ nicht angetreten ist“.

Naturgemäß am erfreulichsten ist das Burgenländer Ergebnis für die Landesvorsitzende der SPÖ Vorarlberg, Elke Sader: „Es zeigt sich, dass sich der allgemeine Ländertrend fortsetzt und dass es deshalb sehr wohl auch als ein Bundestrend aufzufassen ist und die Leute die schwarz-orange Regierung zunehmend einfach nicht mehr wollen.“ Als Burgenland-spezifisch wertet Sader „den unglaublichen Aufschwung unter der roten Regierung, den das Land genommen hat. Das sieht jeder, der dort hinfährt: Die SPÖ macht die bessere Wirtschaftspolitik als die ÖVP und die bessere Umweltpolitik als die Grünen – Niessl und sein Team haben hervorragend gearbeitet“.

Von einer „klaren Entscheidung“ spricht Landeshauptmann und ÖVP-Landesobmann Herbert Sausgruber. Das Ergebnis für seine Parteifreunde sei „etwas besser als zuvor erwartet ausgefallen.“ Im Vordergrund hätten einmal mehr „die landespolitischen Themen und vor allem die Persönlichkeiten gestanden“. Unüberhörbar nerven Sausgruber Vergleiche, die automatisch mit der Bundessituation, aber auch umgekehrt angestellt werden: Die angeblich durchgängige SPÖ-Erfolgsserie gebe es nur, „wenn man das Vorarlberg-Ergebnis auslässt (absolute Mehrheit für die ÖVP im Herbst 2004, Anm.) und nur weil das Einigen ins Bild passt“. Natürlich würden Bundes- und Landespolitik „atmosphärisch irgendwo mitspielen, aber ich wäre vorsichtig mit voreiligen Schlüssen in die überregionale Ebene“.

Für den Grünen-Landessprecher Johannes Rauch kam das Ergebnis „erwartungsgemäß: Der SPÖ-Trend setzt sich wie gehabt fort“. Dass seine Parteifreunde im Burgenland ihren Stimmenanteil halten hätten können, „war nach dem erstmaligen Einzug in den Landtag beim letzten Mal sehr schwierig. Für die Grünen herrscht im Burgenland eine besondere Situation, weil es fast nur ländliche Gegenden gibt.“ Die leichten Verlusten seien verschmerzbar.

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