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Vorarlberger Milchpreis derzeit höher als EU-Durchschnitt

©VOL.AT/Madlener
Die Vorarlberger Milch trotzt der Milchkrise im Vorjahr und kann für das Geschäftsjahr 2016 eine positive Entwicklung verzeichnen. Für das Jahr 2017 sind mehrere große Projekte geplant. Im Herbst fällt der Startschuss für das "Generationenprojekt" der Vorarlberg Milch.

Im vergangenen Jahr wurden von insgesamt 474 Milchbauern ganze 63 Millionen Kilogramm Milch geliefert. Das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut dem Geschäftsführer Raimund Wachter hat der Warenumsatz 46 Millionen Euro betragen, was ein Minus von einem Prozent bedeutet. Der Bilanzgewinn entspricht 529.626 Euro.

Vorarlberger Milchpreis höher als EU-Durchschnitt

Im Jahr 2016 betrug der durchschnittlich ausbezahlte Milchpreis 34,9 Cent pro Kilogramm inklusive Mehrwertsteuer. Besonders erfreulich ist laut Wachter, dass Vorarlberg Milch den Milchpreis bei allen Milchsorten anheben konnte. So bekommen die Milchbauer aktuell für gentechnikfreie Milch 40,05 Cent pro Kilogramm, was einem Plus von 22,9 Prozent entspricht. Somit ist der Milchpreis in Vorarlberg deutlich höher als der EU-Durchschnitt.

Tierwohl-Richtlinien

In den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen wurde die neue Milchlieferordnung mit zusätzlichen Richtlinien zum Thema “Tierwohl” beschlossen. Mit dem 1. Jänner 2018 treten diese Richtlinien in Kraft. Mit dieser neuen Regelung ist eine dauerhafte Anbindehaltung der Tiere verboten. Die Kombinationshaltung mit mindestens 120 Tagen Auslauf, Weide oder Alpung ist dabei vorgeschrieben. So soll für ausreichend Bewegung, Sonne und Frischluft gesorgt werden.

Mehrere große Investitionen

Neben dem “Generationenprojekt” plant Vorarlberg Milch bereite drei weitere große Investitionen. So wird unter anderem eine neue Buttermaschine installiert. Durch die spezielle Technologie soll die Butter noch streichfähiger werden. Die bestehende ESL-Anlage wird durch ein Infusionsmodul ergänzt. Durch dieses Modul wird die Milch schonend mit heißem Dampf in kürzester Zeit erwärmt und anschließend wieder abgekühlt. Alles in allem dauert dieser Vorgang mit dem neuen Modul weniger als sechs Sekunden. Schließlich wird noch in einen neuen Dampfkessel investiert. Die damit verbundene neue Brenneranlage ist mit einem digitalen Feuerungsmanagement ausgestattet. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Sauerstoffmessung.

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