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Vorarlberger Landeschefs zur Tirol-Wahl: Besondere Situation

Schwarzach - Im Ländle haben die Obleute der Landtagsparteien das sich abzeichnende Ergebnis der Tiroler Landtagswahl mit der besonderen Situation durch das Antreten des ÖVP-Rebellen Fritz Dinkhauser erklärt

Dessen Antreten habe nicht nur der eigenen Volkspartei Stimmen gekostet, waren sich die Landesparteichefs in ersten Stellungnahmen gegenüber der APA einig.

Landeshauptmann und ÖVP-Landesobmann Herbert Sausgruber sagte, die Verluste der Tiroler ÖVP und Erfolg der Liste Dinkhauser entsprächen dem aus Umfragen zu erwartendem Ausmaß. Dass neben der SPÖ auch die Grünen Stimmeinbußen haben, sei für ihn überraschend. Das sich abzeichnende Tiroler Ergebnis sei “aus Sicht der ÖVP ein sehr bedauerliches Ergebnis”. Es zeige sich wieder einmal, so Sausgruber: “Uneinigkeit in einer Partei kostet Wählervertrauen”. Ratschläge sende er keine nach Tirol, die Schlussfolgerung für die eigene Vorarlberger Landtagswahl im September 2009: “Wir bemühen uns um einen klaren Wählerauftrag, die Chancen dafür sind intakt”.

SPÖ-Landesvorsitzender Michael Ritsch geht davon aus, dass unter der “ÖVP-internen Schlacht” in Tirol auch andere Parteien zu leiden haben: “Ich leide mit den Freunden in Innsbruck mit”. Bundespolitische Tendenzen und Signale sieht Ritsch nicht, “es war eine Landtagswahl”. Im Hinblick auf die Landtagswahl 2009 versprach der SPÖ-Obmann, weiterzuarbeiten und “unseren Weg weiter gehen”.

Johannes Rauch, Vorstandssprecher der Vorarlberger Grünen, sprach von einem “politischen Erdbeben” in Innsbruck, bei dem ÖVP und SPÖ unter die Räder gekommen sei, die Grünen seien mit einem blauen Auge davon gekommen, Dinkhauser habe auch den Grünen Stimmen abgenommen. Auf Vorarlberg sei das Tiroler Ergebnis nicht umwälzbar, er sehe im Ländle weit und breit keinen Dinkhauser, auch sei die ploitische Landschaft im Ländle stabil.

Als einziger Landespolitiker freute sich der vor wenigen tagen im Amt bestätigte FPÖ-Landesobmann LR Dieter Egger mit den Tiroler Blauen mit: Das Innsbrucker Ergebnis sei eine “Mischung aus Bundes- und Landespolitik”. Der Aufwärtstrend der FPÖ bestätige sich auch in Tirol, die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP würden die Bevölkerung nur belasten, Probleme aber nicht lösen, das Wahlergebnis sei eine Quittung dafür.

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