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Vorarlberger Herbstferienwoche ab 2004

In einem Jahr dürfte es vom 25. Oktober bis 2. November 2004 in Vorarlberg erstmals eine Herbst-Ferienwoche geben.

Ein wichtiger Schritt für die Realisierung des Modells Vorarlberg ist das Vorarlberger Bildungsforum, das sich einhellig dafür ausgesprochen hat, die vorgeschlagene Neuordnung von schulfreien Tagen zu unterstützen. „Es gibt keinen Tag mehr Ferien und keinen Tag weniger Schule, es wird aber eine sinnvolle Neuordnung der schulfreien Tage geben“, erklärte der Vorsitzende, Schullandesrat und Landesschulrats-Präsident Siegi Stemer (V).

Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter auf Landesebene haben am Donnerstag dem Vorschlag Stemers für ein „Vorarlberg Modell“ zugestimmt. Nachdem der Landtag bereits eine einstimmige Entschließung gefasst habe, könne nun zügig an den rechtlichen Voraussetzungen gearbeitet werden, bekräftigt Stemer in der Landeskorrespondenz. Die Zustimmung der Schulpartner sei Voraussetzung für die Neuordnung der schulfreien Tage, denn Schüler, Eltern und Lehrpersonen seien gleichermaßen betroffen, erläuterte der Schullandesrat. Darüber hinaus müssten die Interessen der Sozialpartner und Interessenvertretungen berücksichtigt werden, „denn die Ferienordnung ist für weite Teile der Gesellschaft von Bedeutung“.

Das Vorarlberger Herbstferien-Modell sieht vor: Osterdienstag und Pfingstdienstag werden zu Schultagen. Die zwei gewonnenen Tage plus zwei bzw. drei autonome Tage ergeben eine freie Herbstwoche rund um den Nationalfeiertag. Die Festlegung dieser Herbstferien wird ein bis zwei Jahre im Voraus veröffentlicht, damit Schulen, Familien und Betriebe zeitgerecht planen können. Stemer: „Die Neuregelung könnte erstmals im Herbst 2004 zum Tragen kommen, konkret vom 25. Oktober bis 2. November 2004“.

Als nächste Schritte sind laut Stemer die Änderung des Landes-Pflichtschulzeitgesetzes (Landtag) sowie die Angleichung für die weiterführenden Schulen (Landesschulrat) notwendig. Als Vorteile der Herbstferien nannte Stemer, dass mit diesem Modell die Sommerferien nicht berührt werden, da eine Änderung Sache des Bundesgesetzgebers ist. Regionalen Regelungen für Tourismusgemeinden und die Spielräume für die Alpwirtschaft blieben erhalten. Die breite regionale Einheitlichkeit sei vor allem für Familien mit mehreren Kindern wichtig. Und nicht zuletzt verblieben den Schulen schulautonome Tage zur eigenständigen Gestaltung (z.B. Pädagogische Konferenzen, Schulinterne Lehrerfortbildung, Fenstertage), erinnerte der Landesrat.

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