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Vogelgrippe - WHO warnt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Nigeria alle westafrikanischen Staaten zu höchster Vorsicht aufgerufen.

Der Ausbruch der Vogelgrippe in Afrika hat bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Union große Besorgnis ausgelöst. Experten der WHO und der UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) wurden am Freitag zu einer Lagebeurteilung in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, erwartet, wo die gefährliche Variante H5N1 der Krankheit am Mittwoch bestätigt wurde. Die EU kündigte am Freitag finanzielle Hilfen für Nigeria an, um das Land im Kampf gegen die Vogelgrippe zu unterstützen.

Die WHO forderte eine massive Öffentlichkeitskampagne, um den Menschen die Gefahren der Vogelgrippe deutlich zu machen. Sie rief alle westafrikanischen Staaten zu höchster Vorsicht auf. Der tödliche Erreger könne sich leicht von Nigeria auf die Nachbarstaaten ausbreiten, erklärte WHO-Generaldirektor Lee Jong Wook am Donnerstag in Genf. „Die Bestätigung des H5N1-Virus bei Geflügel in Afrika gibt Anlass zu großer Sorge und erfordert rasches Handeln.“ Es sei jetzt vor allem notwendig, die Menschen über die Gefahren eines engen Kontaktes mit kranken oder sterbenden Vögeln aufzuklären, die mit dem Virus infiziert seien.

Das H5N1-Virus ist von Asien über den Nahen Osten nach Europa und jetzt auch nach Afrika gelangt. Die Experten befürchten, dass sich irgendwann auch eine Variante entwickelt, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

In Brüssel erklärte der Sprecher der EU-Kommission, Philip Tod, die EU berate mit der Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP) über Hilfe für Nigeria. Die EU habe den AKP-Staaten schon 30 Millionen Euro für den Kampf gegen die Vogelgrippe zugesagt und hoffe nun, dass ein Teil des Geldes nach Nigeria geleitet werde, wo bisher schon rund 100.000 Vögel verendet sind. Die AKP-Staaten müssten dem aber noch zustimmen.

In Indonesien ist eine 23-jährige Frau an der Vogelgrippe gestorben, sie ist das 17. Opfer in dem südostasiatischen Land. Blutproben und Abstriche wurden zur Bestätigung der Diagnose an das WHO-Referenzlabor in Hongkong gesandt. Die tödliche Variante der Tierkrankheit wurde auch in Aserbaidschan nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium in Baku mitteilte. Tausende tote Vögel wurden dort am Ufer des Kaspischen Meeres entdeckt. Aserbaidschan grenzt an die Türkei, wo schon vier Kinder, die mit toten Tieren in Kontakt gekommen waren, an der Krankheit gestorben sind.

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