VGKK: Rote Zahlen

Lange Zeit hat die Vorarlberger Gebietskrankenkasse als der "Fels in der Brandung" der Österreichischen Krankenkassen gegolten. Nun schreibt sie aber erneut rote Zahlen.

Der Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK), Manfred Brunner (V), hat sich am Mittwoch für die Rücknahme von Belastungen ausgesprochen, die den Gebietskrankenkassen in den vergangenen Jahren aufgedrückt worden seien. Die Beamten- oder Bauernkassen oder die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft würden ihre schwarzen Zahlen auf Kosten der Gebietskrankenkassen schreiben bzw. hätten bessere Rahmenbedingungen, wurde Brunner im ORF Radio Vorarlberg zitiert.

„Die Beamtenversicherung profitiert von der Umschichtung der Vertragsbediensteten weg von der VGKK, das hat uns allein im Vorjahr fünf Millionen Euro gekostet“, sagte Brunner. Die Bauernversicherung profitiere von einem überproportional hohen Mittelertrag aus dem Ausgleichsfonds. „Und die gewerbliche Wirtschaft steht einfach deshalb besser da, weil sie einen höheren Beitragssatz verlangt“, stellte Brunner fest.

Der VGKK-Obmann erachtete es als wichtig, „dass wir nicht weiterhin mit belastenden Maßnahmen wie in der Vergangenheit versorgt werden“. Als Beispiel nannte Brunner etwa die Pauschalierung der Beiträge für Arbeitslose. „Solche Maßnahmen sollten zurückgenommen werden“, forderte er. Was es ebenfalls brauche, sei eine einnahmenseitige Diskussion, „die wir uns von einer neuen Bundesregierung erwarten“, so Brunner.

Kritik von Stracke

Kritik gibt es dazu von Pressesprecher Bernd Stracke. Das Minus von 1,5 Prozent erklärt er mit einem Beispiel: Die Umschichtung der Vertragsbediensteten von der GKK zur BVA etwa würde allein für die Vorarlberger GKK einen Verlust von rund fünf Millionen Euro pro Jahr ergeben. Die BVA schriebe nun wieder schwarze Zahlen und sei auf Kosten der GKK saniert, so Stracke. (Quelle: Antenne Vorarlberg)

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