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USA: Frühlingsstürme in New York

Überschwemmte Straßen, Stromausfälle und Chaos auf den Flughäfen: Frühlingsstürme haben der Ostküste der Vereinigten Staaten Rekord-Regenfälle beschert.

Im New Yorker Central Park waren nach Angaben von Meteorologen bis Montag früh (Ortszeit) mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen – so viel wie seit 1882 nicht mehr. Der Nationale Wetterdienst meldete Windspitzen von 114 Kilometern pro Stunde aus dem Bundesstaat South Carolina. In den Bundesstaaten New Jersey und West Virginia wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Der Sturm führte auf vielen Flughäfen zu Verspätungen, auf dem John F. Kennedy Airport mussten die Passagiere bis zu sieben Stunden warten. Insgesamt wurden etwa 500 Flüge gestrichen. Allein in New Jersey mussten wegen der Wassermassen 50 Staatsstraßen gesperrt werden, es gab hunderte Verkehrsunfälle. 18.500 Haushalte in drei Bundesstaaten waren zeitweise ohne Strom. Nach Angaben des Fernsehsenders CNN gab es bei den Unwettern mindestens drei Tote, in West Virginia wurden zwei Menschen nach einer Sturzflut vermisst.

Montag früh war der Wind abgeflaut, der Regen hatte nachgelassen. Gleichwohl gab es für zahlreiche Küstenregionen Hochwasseralarm, viele Menschen verließen ihre Häuser. „Es ist die schlimmste Situation seit 1882“, sagte Governor Richard Codey von New Jersey dem TV-Sender CBS. „Es wird eine gute Weile dauern, bis wir uns von diesem Sturm erholt haben.“ In Boston mussten sich die Teilnehmer des traditionellen Marathonlaufs am Montag auf miserable Startbedingungen einstellen. Ihnen wurde empfohlen, Mützen, Handschuhe und regenfeste Kleidung zu tragen.

In der Stadt New York hielten sich die Schäden vergleichsweise in Grenzen. „Glücklicherweise war der Sturm schwächer als vorausgesagt“, erklärte Bürgermeister Michael Bloomberg. Er forderte dennoch alle Pendler auf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren. „Es hätte schlimmer kommen können“, sagte auch ein Sprecher des Nationalen Wetterdienstes der „New York Times“. „Gott sei Dank ist kein Winter, sonst hätte es einen Schneesturm und Schwierigkeiten gegeben.“

Schon am späten Sonntagabend waren in New York Straßen und U-Bahn-Stationen überschwemmt worden. Die Stadt hatte insgesamt neun Notunterkünfte für eventuelle Evakuierungen zur Verfügung gestellt. Eine traditionelle Parade zum griechischen Unabhängigkeitstag auf der Fifth Avenue musste abgesagt werden.

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