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USA: Berichte über Koran-Schändungen

Bereits im April 2002 sollen sich islamische Häftlinge des US-Militärgefängnisses Guantanamo auf Kuba über Misshandlungen und Schändungen des Korans beschwert haben.

Dies geht aus jetzt veröffentlichten Polizeiakten hervor. Die Wächter sollen die Häftlinge zudem geschlagen haben, sagte ein Insasse der US -Bundespolizei.

Die bisher geheimen Akten sind der erste Hinweis, dass das amerikanischen Justiz- und das Verteidigungsministerien schon 2002 davon wussten, dass Gefangene über Schändungen des den Muslimen heiligen Buches berichteten. Das Pentagon hat derartige Berichte von inzwischen frei gelassenen Insassen stets als unglaubhaft zurückgewiesen.

Das amerikanische Nachrichtenmagazin „Newsweek“ hatte am 9. Mai unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten US-Beamten berichtet, einer regierungsinternen Untersuchung zufolge hätten Aufseher im Gefangenenlager Guantanamo Ausgaben des Korans in Toiletten ausgelegt, in einem Fall sei sogar ein Exemplar im Klo hinuntergespült worden. Der Bericht löste in islamischen Ländern Massenproteste aus, in deren Verlauf mindestens 15 Menschen ums Leben kamen.

Eine Woche nach Erscheinen zog „Newsweek“ den Artikel zurück. Zur Begründung hieß es, der Informant sei sich seiner Sache nicht mehr sicher.

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