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Ungarn: Wahllüge war Showeffekt

Ungarns Ministerpräsident hat sein Eingeständis einer Wahllüge als bewusste Übertreibung dargestellt, die er als Showeffekt eingesetzt habe. "Es ist wichtig festzustellen, dass ich nicht gelogen habe", sagte Gyurcsany.

Das berichtet die „Washington Post“ vom Freitag. Unterdessen blieb es in der Nacht zum Freitag in Budapest friedlich, auch wenn wieder tausende Menschen demonstrierten. ****

Das ungarische Radio hatte den Tonbandmitschnitt einer Rede Gyurcsanys vom Mai veröffentlicht, in der dieser hinter verschlossenen Türen vor Parteifreunden eingeräumt hatte, die Bevölkerung vor den Wahlen im Frühjahr belogen zu haben. Im Wahlkampf hatten die Sozialisten Steuersenkungen und höhere Sozialausgaben versprochen, nach der Wahl aber einen strikten Sparkurs eingeleitet.

In dem Interview verglich Gyurcsany seine Situation mit einem Beziehungsstreit. „Es ist wie mit einem Streit mit deiner Freundin nach vier gemeinsamen Jahren, in dem man sagt: wir haben’s vermasselt“, zitierte die Zeitung den Ministerpräsidenten. Das bedeute nicht, dass die Liebe vorbei sei, sondern, dass man die Beziehung gerne verbessern möchte. Nach dem Bericht der Zeitung entschuldigte sich Gyurcsany nicht für seine Äußerungen und bedauerte sie auch nicht.

Unterdessen haben in der Nacht zum Freitag erneut tausende Menschen friedlich gegen die regierenden Sozialisten demonstriert. In Budapest versammelten sich die vierte Nacht in Folge rund 10.000 Menschen in der Nähe des Parlaments, um den Rücktritt von Ministerpräsident Gyurcsany zu fordern. Der Budapester Polizeipräsident Gergenyi erklärte im Ungarischen TV, dass die Polizei nach den Teilnehmern der Straftaten der vergangenen Tage, die „Probleme haben und zum Großteil in die Illegalität gingen“ fahnde.

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