Ungarischer Arzt lehnt Verantwortung für Patienten-Tod ab

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"Ich habe die Operation vorschriftsmäßig ausgeführt und keinen Kunstfehler begangen". Eine Verantwortung für den Tod einer 57-jährigen Burgenländerin nach einer Fettabsaugung in Ungarn lehnt der operierende Chefarzt damit ab.

Bei dem Eingriff am 8. Jänner seien keinerlei Komplikationen aufgetreten, zitiert die ungarische Zeitung “Kisalföld” (Freitagausgabe). Weiter sei die OP in Ungarn die “Korrektion einer früher in Österreich durchgeführten Bauch-Plastik gewesen”, erinnert der Arzt. Da der Eingriff normal verlaufen sei, wurde die Patientin nach drei Tagen entlassen.

Diese sei am 12. Jänner zur Kontrolle in der Soproner Klinik eingetroffen, wobei sie über Unwohlsein geklagt hätte. Laut Chefarzt sei am rechten Wundenrand Sekret ausgetreten. Daraufhin sei die Wunde geöffnet, ausgewaschen und neu verbunden worden. Laut Arzt sei es nach einer Fettabsaugung nicht selten, dass Sekret austrete. Doch mit einer sich daraus ergebenden Todesfolge sei er noch nie konfrontiert worden. Die österreichischen Behörden hätten ihn bisher nicht kontaktiert.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat Ermittlungen eingeleitet, um die Ursache für den am 12. Jänner eingetretenen Tod der Frau aus dem Bezirk Mattersburg zu klären. Das Endergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung wird in zwei Wochen erwartet.

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