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"Taktvoller" Leistungsnachweis

Die im Zuge der Bundesheer-Reform fixierte Absicherung aller neun Militärmusiken scheint auch künstlerisch positive Auswirkungen auf die traditionsreichen Klangkörper zu haben.

Die Militärmusik Vorarlberg unter Leitung von Major Karl Gamper zeigte sich jedenfalls am gestrigen Mittwochabend beim diesjährigen Galakonzert im Bregenzer Festspielhaus zu Gunsten der karitativen Aktion „Möwe“ in ausgezeichneter musikalischer Form und lieferte einen „taktvollen“ Leistungsnachweis.

Das von Militärkapellmeister Gamper präzise präsentierte und von Schauspieler Kurt Sternik humorvoll kommentierte anspruchsvolle Programm reichte von österreichischen Traditionsmärschen („Unter dem Doppeladler“ oder Max Schönherrs Marsch zu “25 Jahre Staatsvertrag“) über große symphonische Blasmusik von Otto Nicolai, Antonin Dvorak, Nikolai Rimsky-Korsakow oder Dimitri Schostakowitsch bis zum Musical („Annie get your gun“ von Irving Berlin) und zum grandios swingenden Big Band-Sound Marke Benny Goodman.

Sehr positiv und mit viel Beifall aufgenommen wurde auch die Vorarlberger Erstaufführung der Komposition „Membran“ des in Dornbirn als Musiklehrer, Kapellmeister, Arrangeur und Komponist wirkenden Türken Murat Üstün (47). Das Stück für großes symphonisches Blasorchester versteht Üstün auch als Beitrag zur Völkerverständigung im östlichen Mittelmeerraum.

„Membran stellt die Situation zwischen zwei Ländern dar, die eine sehr ähnliche Landschaft, Kultur und Lebensart haben“. Durch einen uralten Konflikt seien die Nachbarn wie durch eine unsichtbare Membran in den Köpfen getrennt. Ein Erdbeben habe diese Trennschicht wenigstens vorübergehend zerstört. „Das gemeinsame Leid ließ die kleinen Andersartigkeiten vergessen, es kam zu grenzüberschreitenden Hilfeleistungen. Dieser Wink der Natur hat allerdings nicht ganz ausgereicht für ein endgültiges Miteinander“, bedauert Üstün. Dem aus Izmir stammenden Komponisten war im Bregenzer Festspielsommer 2005 übrigens ein Kunst aus der Zeit-Konzert gewidmet, in dem sich Üstün auf „Spurensuche zwischen Orient und Okzident“ begeben hat.

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