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Taifun erreichte Taiwan

Mit sintflutartigen Regenfällen und heftigen Windböen hat der Taifun "Haitang" am Montag Taiwan erreicht. Schulen, Regierungsgebäude und die Börse blieben geschlossen.

Mit Windstärken von 184 Kilometer pro Stunde und Böen von bis zu 227 Stundenkilometern fegte der Sturm über das Land hinweg. Nach heftigen Regenfällen in den Bergregionen warnte die Regierung in Taipeh vor Erdrutschen und Überschwemmungen. In der normalerweise hektischen Hauptstadt blieben die Straßen am Vormittag weitgehend leer. Sandsäcke sicherten die Türen von Geschäften und Wohnhäusern. Flüge wurden gestrichen, in den Häfen wurden keine weiteren Schiffe beladen. Laut Katastrophenzentrum kam in der Bevölkerung bisher jedoch niemand zu Schaden.

„Das Auge des Sturms sollte heute über das Land ziehen und uns heute Nacht verlassen, obwohl die Inseln auch morgen noch unter dem Einfluss starker Regenfälle und Winde stehen werden“, teilte das Wetteramt mit. Der Taifun werde voraussichtlich über die Meerenge Taiwans zur chinesischen Fujian-Küste wandern. Das derzeitige Zentrum von „Haitang“ sei über dem Meer vor der Südostküste Taiwans, rund 70 Kilometer südlich der Stadt Hualien.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, lose Gegenstände im Freien zu befestigen, Fahrten in die Berge oder ans Meer zu vermeiden und Wasservorräte für zwei Tage anzulegen. Nach Behördenangaben sind durch den Sturm rund 38.000 Haushalte ohne Strom. „Haitang“ weckt Erinnerungen an andere Stürme, die in Taiwan schwere Verwüstungen hinterlassen haben. 2001 starben 200 Menschen während des Taifuns „Toraji“. Wenige Monate später verursachte „Nari“ die schlimmsten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes. Damals kamen 100 Menschen ums Leben. Die tropischen Wirbelstürme treten jedes Jahr von Sommer bis Herbst in der Region um Taiwan, Japan, die Philippinen, Hongkong und Südchina auf.

Wegen des heranziehenden Taifuns „Haitang“ sind an Chinas Ostküste mehr als 122.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Vor dem für Dienstag erwarteten Wirbelsturm seien allein in der unmittelbar bedrohten Stadt Wenzhou im Süden der Provinz Zhejiang 77.000 Menschen evakuiert worden, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. Auch in der Provinz Fujian wurden nach schweren Überschwemmungen Evakuierungen angekündigt.

Als Vorboten von „Haitang“, der in Taiwan wütete, zogen im Osten Chinas heftige Stürme mit starken Regengüssen auf. Vor einigen Inseln wurden meterhohe Wellen beobachtet. 13.000 Schiffe wurden vorsorglich in den Häfen vertäut. Die Region war vor einem Jahr vom stärkten Wirbelsturm seit etwa 50 Jahren heimgesucht worden. Durch den Taifun „Rananim“ waren damals 164 Menschen ums Leben gekommen.

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