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"Sportliche Fahrer" stürmen Vorarlbergs Pisten

Schwarzach - In Vorarlberg ist die Stimmung bei den Touristikern für die Semesterferien und den Saisonverlauf sehr positiv.

Die im Wintertourismus wichtigen Destinationen Bregenzerwald, Montafon und Lech-Zürs erklärten sich mit der Buchungslage zu den Ferien durchwegs zufrieden, die Saison bewege sich bisher auf dem Vorjahresniveau. Zur guten Laune der Touristiker tragen zudem das schöne Wetter und die gute Schneelage bei.

“Wir sind zufrieden. Was das Wetter angeht, sind wir schon im Grenzbereich zum Kitsch”, so Montafon Tourismus-Geschäftsführer Arno Fricke. Ideale Bedingungen also für den Februar-Gast, den Fricke als “sportlichen Skifahrer” beschrieb. Diese Gruppe schätze gut präparierte Pisten besonders. Der Trend zu Kurzreisen und kurzfristigen Buchungen verstärke sich weiterhin, sagte Fricke. Der Kunde informiere sich per Internet permanent über seinen Urlaubsort und buche auch dort.

Starken Zugriff verzeichnet das Montafon etwa bei den Live-Wettercams im Internet. Strahlend blauer Himmel und Schnee seien daher umso wichtiger, denn “der Kunde reagiert sofort”, erklärte Fricke. Falle etwa am Donnerstag die Wetterprognose für das Wochenende ungünstig aus, so reiche das für den potenziellen Gast unter Umständen schon aus, seinen Schwerpunkt in der Freizeitgestaltung zu ändern.

Im Bregenzerwald beurteilte man die Buchungslage für den gesamten Februar ebenfalls als “gut”, man habe aber in allen Kategorien noch Betten frei. Die Skiurlauber kämen wie jedes Jahr vor allem aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden, besonders häufig seien Kurzreisen von drei oder vier Übernachtungen. Insgesamt liege die Saison 2009 derzeit auf Vorjahresniveau.

Im Nobel-Skigebiet Lech-Zürs beschrieb Lisa-Maria Beck die Buchungslage ebenfalls als gut, es gebe aber durchaus noch Verfügbarkeiten. Die letzten beiden Februar-Wochen seien heuer sogar “sehr, sehr gut gebucht”. Derzeit urlaubten vor allem Wiener Gäste am Arlberg, im Februar seien es besonders Briten, Deutsche und Holländer – darunter auch wieder die niederländische Königsfamilie. Auch sie gehört offenbar zu den Kurzentschlossenen. “Wir wissen immer erst ganz knapp davor, wann sie kommt”, so Beck.

Von der Wirtschaftskrise sei derzeit nichts zu spüren, so die Touristiker übereinstimmend. Vereinzelt sei bei Firmen Zurückhaltung bemerkbar, nicht aber beim privaten Urlauber, denn “das bei uns gönnt man sich”, so Beck. Laut Fricke ist durch die täglichen Meldungen über Arbeitsplatzverluste und Kurzarbeit aber zu befürchten, dass der Gast vorsichtiger agiert. “Jeder fragt sich, wann bin ich dran?”, so Fricke über die Auswirkungen.

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