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Spanien müht sich zum Sieg gegen den Iran

Silva als Aktivposten
Silva als Aktivposten ©APA
Lange Zeit fanden die Iberer kein Mittel gegen den persischen Abwehrriegel, ein glücklicher Costa-Treffer entschied die Partie zu Gunsten der Spanier.
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Nach dem Sieg von Portugal am Nachmittag gegen Marokko wollten die Spanier im Abendspiel gegen den Iran nachziehen, um im Kampf um den Gruppensieg mit dem Nachbarn nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die Iraner konnten ihrerseits mit einem Erfolg gegen den großen Favoriten sogar bereits das Achtelfinalticket fixieren. Dieses Aufeinandertreffen gab es im Übrigen in der Fußballgeschichte bislang noch kein einziges Mal, auch nicht in einem freundschaftlichen Testspiel.

Iraner Abwehrmauer

Die erste Hälfte in Kasan verlief dann auch wie erwartet, die Perser konzentrierten sich nahezu ausschließlich auf die Defensivarbeit, verteidigten zeitweise sogar mit einer Sechserkette. Für die Spanier wurde die Partie bereits früh zum Geduldsspiel, eine entscheidende Lücke zu finden erwies sich zumindest in den ersten 45 Minuten zumeist als Ding der Unmöglichkeit. Die Iraner selbst waren in der Offensive so gut wie nie zu sehen, nur vereinzelt gelangen Entlastungsangriffe. Die erste nennenswerte Gelegenheit auf den Führungstreffer fanden die Iberer dann erst in der Nachspielzeit vor, ein Schuss von Silva wurde abgefälscht und ging gefährlich Richtung Tor. Aber auch in dieser Situation fand die Kugel nicht den Weg ins iranische Tor, so blieb es zur Halbzeit beim torlosen Remis.

Kurioses Tor bringt Führung

Nach Wiederbeginn versuchte sich Busquets aus der Distanz, Irans Schlussmann Beiranvand war allerdings auf dem Posten. Die Spanier hatten nun aber das Tempo deutlich verschärft, der Druck  auf den Underog nahm zu. Dennoch waren es die Perser, die beinahe in Führung gegangen wären. Nach einem Einwurf fasste sich Ansarifard ein Herz und hielt einfach drauf, verfehlte das Gehäuse nur hauchdünn, der Schuss landete am Außennetz. Mit der nächsten Aktion fiel dann aber doch auf der Gegenseite der erste Treffer der Partie. Costa wurde im Strafraum bedient, beim Versuch zu klären schoss ihn Verteidiger Ramin an und die Kugel fand den Weg über die Linie – 1:0 (54.).

Nun entschieden sich auch die Iraner dazu, etwas mehr für das Spiel zu tun und nach etwas mehr als einer Stunde zappelte das Leder doch tatsächlich im Netz hinter DeGea. Die Perser jubelten und bekamen dabei nicht mit, dass die Unparteiischen auf Abseits entschieden hatten. Diese Entscheidung wurde nach Rücksprache mit dem Video Assistenten bestätigt, es blieb beim 1:0 für den Weltmeister von 2010.

Taremi verpasst Ausgleich

Es lief bereits die Schlussphase, da lancierten die Iraner einen Angriff über die linke Seite, im Zentrum konnte Taremi die perfekte Flanke aber mit dem Kopf nicht drücken und der Ball landete über dem Tor. Dies war die beste Ausgleichschance für die Schützlinge von Trainer Carlos Queiroz, eine weitere sollte es auch nicht mehr geben. Es blieb also am Ende beim knappen und überaus mühevollen 1:0-Erfolg für Spanien. Der frühere Weltmeister hat nun wie Portugal vier Zähler auf dem Konto, dahinter liegt der Iran mit drei Punkten in Lauerstellung. In den Duellen zwischen Spanien und den bereits ausgeschiedenen Marokkanern sowie zwischen Portugal und dem Iran werden am kommenden Montag die zwei Achtelfinalteilnehmer aus Gruppe B ermittelt.

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