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Schwere Verletzungen

Erschreckend ist die Bilanz der Feldkircher Augenambulanz nach dem Jahreswechsel. [5.1.2000]

24 Personen mussten wegen Augenverletzungen behandelt werden. Fünf Kinder werden höchstwahrscheinlich bleibende Sehschäden davontragen.
14 bis 16 Kinder und Jugendliche sind insgesamt unter den 24 Verletzten.

“Die Hälfte der schlimmen Verletzungen kommen von sogenannten Babyraketen”, heißt es aus der Augenambulanz auf Anfrage der “VN”. Fünf Kinder mussten wegen der schwere ihrer Verletzungen sogar stationär im Landeskrankenhaus aufgenommen werden. “Eventuell werden die Kinder bleibende Sehschäden davontragen”, so die erschreckende Bilanz. “Ein Kind könnte auf einem Auge sogar völlig
erblinden!”

Größte Gefahr
Obwohl die Babyraketen zwar für Kinder gedacht seien, gehe von ihnen größte Gefahr aus, weiss Kurt Giselbrecht, Leiter der Brandverhütungsstelle. Man müsse im Umgang mit solchen Knallkörpern viel sensibler werden. “Es kann doch nicht sein, dass auf der Verpackung lediglich steht, `Kinder unter zwölf Jahren sollten diese Raketen nicht verwenden`.

Wenn man sieht, wie schlimm diese Verletzungen sind, muss in diesem Punkt etwas unternommen werden. “Wenn es keine Babyraketen gäbe, hätten wir niemanden stationär aufnehmen müssen”, weißt ein Arzt von der Augenambulanz auf die enormen Gefahren dieser Sprengsätze hin.

Selbst die schwere der Verletzungen sorgte in der Augenstation für Warnsignale. “Nicht nur die Hornhaut wurde verletzt, selbst Blutungen im inneren des Auges mussten wir diagnostizieren.” Einem jugendlichen Patienten sei eine Rakete direkt ins Auge geschossen. Durch die Wucht des Aufpralls sei sogar der graue Star aufgetreten.

(Bild: VN)

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