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Schlusslicht bei Väterkarenz

Der Anteil männlicher Karenznehmer ist in den letzten Jahren langsam gestiegen. In Vorarlberg gehen im Bundesvergleich am wenigsten Männer in Karenz - es sind nur 1,5 Prozent.

120 der 8.200 Karenznehmer in Vorarlberg sind Männer Wien ist Spitzenreiter Im April 2006 waren in Vorarlberg 8.200 Personen in Karenz, davon waren 120 Männer, das sind 1,5 Prozent. Vorarlberg ist damit im Österreich-Vergleich eindeutig Schlusslicht.

Bundesweit waren nach den Angaben des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger im April 3,6 Prozent, also 5,736 der insgesamt 158.104 Karenznehmer männlich. Spitzenreiter ist seit jeher Wien, hier lag der Anteil zuletzt bei 6 Prozent.

Die Entwicklung der Väterkarenz ist laut ORF in Vorarlberg besonders langsam. Im Westen nichts neues Auch in den letzten Jahren waren in Vorarlberg vergleichsweise wenig Männer in Karenz. Doch anstatt aufzuholen, ist es in der Entwicklung noch weiter zurückgeblieben:

Vor drei Jahren, im April 2003, lag der Anteil der männlichen Karenznehmern in Vorarlberg bei einem Prozent (76 Männer). Denselben Anteil hatte Kärnten zu verzeichnen. Doch während er sich dort seither verdreifacht hat, liegt Vorarlberg heute weit abgeschlagen bei 1,5 Prozent.

Ein langsameres Wachstum als Vorarlberg hat nur Salzburg aufzuweisen. Dort lag der männliche Anteil der Karenznehmer im April 2006 bei 2,3 Prozent.

Die Grünen begrüßen einerseits die Entwicklung bei der Väterkarenz. Aber: Bei diesem Tempo würden auch in 40 Jahren nur 15 Prozent der Männer in Karenz gehen, meint Familiensprecherin Sabine Mandak.

Daher fordern die Grünen die Einführung eines neuen Karenzmodells, das unter anderem einen Vatermonat bei vollem Einkommensausgleich vorsieht.

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