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Salafismusexperte Jochen Müller: Jugendliche brauchen Gegenangebote

Radikaler Salafismus zählt nicht erst seit dem IS zu den Sorgenkindern der westlichen Welt.
Radikaler Salafismus zählt nicht erst seit dem IS zu den Sorgenkindern der westlichen Welt. ©DPA
Jochen Müller ist Islamwissenschaftler und beschäftigt sich mit Salafismus bei Jugendlichen in Deutschland. Wir fragten nach, wie die Situation wirklich ist und was man als Lehrer tun kann. 
Die Vorarlberger Landesregierung lud am Donnerstagabend zum Fachvortrag “Protest, Provokation oder Propaganda – Zur Prävention salafistischer Ideologisierung in Schule und Jugendarbeit”. Der Vortragende: Jochen Müller, Islamwissenschaftler und Mitbegründer des Vereins ufuq.de (arabisch für Horizont). Dieser beschäftigt mit den aktuellen Diskussionen rund um Parallelgesellschaften und Islamismus und Islamfeindlichkeit.

Suche nach Identität und Anerkennung

Radikale Auslegungen von Religion sei auch unter Jugendlichen durchaus ein Thema – jedoch bei weitem nicht so stark, wie die öffentliche Diskussion nahelegen würde. Für viele Jugendliche ginge es dabei vor allem um Identität und Anerkennung, Religiosität spiele meist eine untergeordnete Rolle. Und auch werde nicht aus jedem Salafist ein potentieller Terrorist. Unterm Strich sei die Motivation eine ähnliche wie beispielsweise bei Rechtsextremismus.

Jugendliche brauchen Gegenangebote

Wir sprachen mit dem Islamforscher über Salafismus, was ihn für Jugendliche attraktiv machen kann und wie man als Eltern und Lehrer die Anzeichen erkennt und reagieren kann. Wichtig sei es vor allem, Jugendlichen Gegenangebote zu extremistischen Zusammenschlüssen zu bieten.

 

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