Rechnungshofvorschläge wirklichkeitsfremd

Schule ist Bestandteil der dörflichen Gemeinschaft. Der Bundesrechnungshof schlägt dem Land Vorarlberg drastische Einsparungen im Pflichtschulbereich vor. Schullandesrat Siegi Stemer kommentiert dies kritisch.

“Die rechnerische Darstellung ist die eine Seite, unsere Aufgabe ist es aber, die ländliche Struktur und die Qualität im Interesse der Kinder zu erhalten. Die Einsparungspotentiale des Bundesrechnungshofes sind in hohem Maße Theorie.”

Laut Stemer ist eine Schule für einen Ort weit mehr als eine Unterrichtsstätte, nämlich ein wichtiger Bestandteil der dörflichen Gemeinschaft. Den Gemeinden und dem Land sei diese Tatsache etwas wert, “und wir wollen dafür sorgen, dass es im Großen und Ganzen so bleibt. Oder sollen vielleicht nach der Schließung von Postämtern die ländlichen Gemeinden auch noch ihre Volksschulen verlieren?”

Denn von den Rechnungshofvorschlägen wären z.B. Volksschulen wie Bregenz-Fluh, Buch, St. Gerold, Lorüns, Fontanella, Bürserberg, Viktorsberg oder Damüls betroffen. Schullandesrat Stemer erteilt derartigen Vorschlägen eine klare Absage und weiß sich einig mit den Gemeindeverantwortlichen.

Pädagogische Anliegen sind für Stemer wichtig, trotzdem kann nicht alles finanziert werden: “Wir müssen den Einsatz der Mittel sorgfältig abwägen und das Land schießt auch kräftig zu, um die Qualität in unseren Pflichtschulen auf hohen Niveau zu halten.” Besonders wird in die sprachliche (Früh-)Förderung, den Umgang mit Auffälligkeiten, den gezielten Förderunterricht und den Erhalt der Kleinschulen gemeinsam mit den Gemeinden investiert.

Prüfberichte sind aber Anlass, Dinge genau zu hinterfragen. “Wir werden auch diesen Bericht genau anschauen und gute Verbesserungsvorschläge aufgreifen”, so Stemer abschließend.

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