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Postämter abermals unter Druck

Nachdem vor zwei Jahren bei dreizehn Vorarlberger Postämtern der Rollladen niedergegangen war, steht nun abermals die drohende Schließung von sieben bis zehn Ämtern im Raum.

Bei der im Jahr 2002 durchgezogenen Schließungswelle hatte die gelbe Post bundesweit rund 700 Postämter zusammengelegt oder ganz einfach geschlossen.

Rentabilitätsrechnung

Jetzt werden offenbar abermals Rentabilitätsrechnungen angestellt. Auch bei den noch verbliebenen 72 Postämtern in Vorarlberg. „Heuer wird noch geprüft, im kommenden Jahr gehts ans Eingemachte, dann werden Schließungen erfolgen“, befürchtet der Vorarlberger Postgewerkschaftschef Franz Gstrein. Vor allem „Ein-Mann-Ämter“ seien bedroht, meint Gstrein, für den „jedes zugesperrte Postamt ein Wahnsinn“ ist.

Zehn Ämter bedroht

Seiner Schätzung nach sind in Vorarlberg „sieben bis zehn Ämter“ von der Schließung bedroht, sagt Gstrein. Vertreter der gelben Post hätten allerdings aus dem öffentlichen Wirbel, den die Schließungen vor zwei Jahren ausgelöst hätten, Lehren gezogen. „Diesmal wird aber versucht, die Schließungen durch die Hintertüren durchzuziehen. Vertreter der Post machen Bürgermeistern, die beispielsweise einen Nahversorger mit Geld stützen müssen, den Mund wässrig.“ Erst dann, wenn ein Postpartner gefunden sei, werde die Öffentlichkeit von einer Schließung in Kenntnis gesetzt. „Das ist der Weg des geringsten Widerstandes.“

Dabei habe die Post es verschlafen, attraktive Eigenprodukte über die Schiene Postamt zu vermarkten, kritisiert er und geht davon aus, dass bundesweit im kommenden Jahr mehr als 300 Postämter geschlossen werden.

„Schwarze Liste existiert nicht“

„Eine schwarze Liste, auf der zu schließende Postämter in Vorarlberg aufgelistet sind, existiert nicht.“ Das betont Martin Riedl als Pressesprecher der gelben Post. Derzeit würden lediglich Wirtschaftlichkeitsberechnungen laufen, in die auch die Ämter in Vorarlberg miteingebunden seien, sagt er.

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