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Portugal: Waldbrände endlich gelöscht

Nach fünftägigem Kampf haben die Löschmannschaften einen der verheerendsten Waldbrände dieses Jahres in Portugal unter Kontrolle gebracht. Fünf Tage lang wüteten die verheerenden Brände.

Aufatmen in Portugal: Nach fünftägigem Kampf haben die Löschmannschaften zwei der verheerendsten Waldbrände dieses Jahres im Norden und Zentrum des Landes unter Kontrolle gebracht. Wie der Rundfunk am Donnerstag berichtete, dämmte die Feuerwehr die Flammen in der Gegend von Pampilhosa da Serra in Mittelportugal ein, wo 20.000 Hektar Wald vernichtet worden waren.

Die Brände hatten ein solches Ausmaß angenommen, dass die Bezirksverwaltung den „Notstand“ ausgerufen und ein Krisenkabinett zur Koordinierung der Löscharbeiten eingesetzt hatte. Die Feuerwehr konnte auch in Nordportugal den Vormarsch der Flammen im Alvao-Naturpark stoppen. Dort waren am Vortag sechs Dörfer evakuiert worden. Mehrere Wohnhäuser brannten nieder. Rinder und Ziegen verendeten in den Flammen.

Die Forstbehörde bestätigte inoffizielle Berichte, wonach in Portugal seit Jahresbeginn mehr Wälder niederbrannten als im gesamten Jahr 2004. In diesem Jahr seien 135.000 Hektar Wald- und Buschland vernichtet worden, 6.000 mehr als 2004, teilte die Behörde mit.

Im benachbarten Spanien wurden 25 kleinere Waldbrände aus der Region Galicien im Nordwesten des Landes gemeldet. Auf der Ferieninsel Mallorca drohte ein Feuer auf Wohnhäuser der Touristenhochburg S’Arenal überzugreifen. Wie die Zeitung „Ultima Hora“ berichtete, konnte die Feuerwehr die Flammen löschen.

Auf den Kanarischen Inseln hat unterdessen ein Tropengewitter zu größeren Überschwemmungen geführt. Wegen des Unwetters mussten auf Teneriffa mehrere spanische Inlandsflüge umgeleitet oder annulliert werden, teilten die Behörden mit. Auf Gran Canaria stürzte in der Inselhauptstadt Las Palmas das Dach eines Gesundheitszentrums unter der Last der Wassermassen ein. Menschen wurden nicht verletzt. In der Stadt standen ganze Straßenzüge unter Wasser.

Das Unwetter hatte nach Angaben von Experten mit den üblichen Sommergewittern nichts zu tun. Es wurde durch eine Warmluftfront aus den Tropen ausgelöst, die ungewöhnlicherweise bis zu den Kanaren gelangt und dort auf kältere Passatwinde gestoßen war.

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