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Nun auch rauchfreies LKH Bregenz

Bregenz - Nachdem das LKH Bludenz seit 1. Jänner "rauchfrei" ist, hat sich die Krankenhausleitung am LKH Bregenz noch in der Fastenzeit zu einem ebensolchen "Fastenopfer" entschlossen.

Für Patienten und Mitarbeiter gilt seit Mitte März ebenfalls konsequentes Rauchverbot im LKH Bregenz. Die Reaktionen auf diese konsequent umgesetzten Maßnahmen sind sowohl seitens der Patienten und ihrer Angehörigen wie auch seitens der LKH-Angestellten als überwiegend positiv zu bezeichnen, berichtet Chefarzt Prim. Doz. Dr. Andreas Reissigl. „Es ist ein wichtiges Signal, dass auch wir am LKH Bregenz nun diesen Weg in Richtung Selbstverantwortlichkeit für die eigene Gesundheit unterstützen!“

Die Februar-Sitzung der Krankenhausleitung des LKH Bregenz war eine richtungsweisende für das Thema Nichtrauchen: Einstimmig beschlossen Chefarzt Prim. Doz. Dr. Andreas Reissigl, Pflegedienstleitung Ulrike Kerber sowie Verwaltungsdirektor Kurt Wegscheider, dass das Rauchen im gesamten Landeskrankenhaus Bregenz nicht mehr gestattet ist.

Und diese Maßnahme zur Gesundheitserhaltung wird konsequent umgesetzt: „Nicht nur im öffentlichen Bereich der Cafeteria und im Café wird nicht mehr geraucht, auch unsere Mitarbeiter sollen in Arbeitsräumen gesunde Luft einatmen“, erklärt der Chefarzt. Natürlich muss die Krankenhausleitung einen solchen Schritt auch umfassend begründen, um Verständnis zu erreichen, weiß Chefarzt Prim. Doz. Dr. Andreas Reissigl: „Rauchen ist die wichtigste vermeidbare Ursache für Krebs, und Passivrauchen erhöht das Risiko, Lungenkrebs zu bekommen, sogar um das Doppelte!“ Das bestehende gesetzliche Rauchverbot für öffentliche Gebäude sowie der Schutz der Nichtraucher waren Gründe für den Entschluss. „Vielleicht findet unsere Entscheidung auch in anderen Unternehmen Nachahmung?“, hofft Reissigl.

Gesundheitsbetrieb setzt positives Signal

„Der Nichtraucherschutz ist uns ein wichtiges Anliegen – wir wollen damit einen aktiven Beitrag zur Gesundheit unserer Mitarbeiter, vor allem auch für unsere Patienten leisten“, führt auch Verwaltungsdirektor Kurt Wegscheider aus. „Als Gesundheitsbetrieb wollen wir ein positives Signal setzen und einen Beitrag für die aktive Erhaltung der Gesundheit leisten – für unsere PatientInnen und für unsere MitarbeiterInnen.“

Als kleines Entgegenkommen…

Allerdings gibt es für jene, welche ohne Glimmstängel überhaupt nicht leben können, doch ein Entgegenkommen: Im 1. Stock des Hauptgebäudes werden im geschützten Außenbereich des Cafés und der Cafeteria Aschenbecher aufgestellt. Das bestehende gesetzliche Rauchverbot für öffentliche Gebäude ist umzusetzen. „Für unsere Mitarbeiter gibt es nur noch zwei Ausnahmetermine, an welchen sie im LKH Bregenz (Cafeteria) rauchen dürfen: und zwar bei der Weihnachts- und Jubilarfeier – jeweils nach dem Essen“, führt auch Pflegedienstleiterin Ulrike Kerber aus, wie ernst es der Krankenhausleitung mit dieser Maßnahme ist. „Wir bitten die RaucherInnen um Verständnis und bieten unseren MitarbeiterInnen gerne Unterstützung an, wenn sie mit dem Rauchen aufhören wollen.“

Positive Reaktionen auf Rauchverbot am LKH Bregenz

Dr. Michael Neyer, Mitarbeiter, Gelegenheitsraucher: „Ich persönlich begrüße diesen Entschluss der Krankenhausleitung, obwohl ich selbst Gelegenheitsraucher bin. Dies war eine längst notwendige Entscheidung, schließlich behandeln wir im Spital kranke Menschen, das Thema Gesundheit ist damit unser Auftrag – und steht im krassen Gegensatz zum gesundheitsgefährdenden Rauchen. Ganz konkrete Verbesserungen: Im Speisesaal haben wir beispielsweise schon die bessere Luft bemerkt.“

Derzeitige Patientin am LKH Bregenz, Frau Magdalena, Raucherin seit 38 Jahren: „Ich rauche seit 38 Jahren, seit einem Jahr möchte ich mit dem Rauchen aufhören – in meinem Freundeskreis haben es schon viele geschafft. Nun suche auch ich einen Grund, um mit dem Rauchen aufzuhören. Als Patientin finde ich das neue Rauchverbot eine sehr gute Idee. Vielleicht ist das der Anstoß, dass ich nun endlich mit dem Rauchen aufhören kann? Und vielleicht werden andere Patienten, die auch rauchen, auch zum Aufhören oder zur Reduktion vom Zigarettenkonsum motiviert? Ich hoffe es!“

Situation in anderen Landeskrankenhäusern

LKH BLUDENZ
Die Krankenhausleitung am LKH Bludenz hatte sich für 2007 einen besonderen Neujahrsvorsatz vorgenommen: Seit dem 1. Jänner 2007 herrscht im gesamten Landeskrankenhaus Rauchverbot – und zwar für Patienten und Mitarbeiter. Die Reaktionen auf diese konsequent umgesetzten Maßnahmen sind sowohl seitens der Patienten und ihrer Angehörigen wie auch seitens der LKH-Angestellten als überwiegend positiv zu bezeichnen.

LKH FELDKIRCH
Aufgrund des Inkrafttretens des Bundestabakgesetzes per 1. Juli 1995 und des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes 1994 hat die Krankenhausleitung eine Rauchverbotsregelung im LKH Feldkirch erlassen. Diese wurde 2005 wie folgt formuliert:

  • In den Betrieben des Landeskrankenhauses Feldkirch herrscht generelles Rauchverbot.
Davon ausgenommen sind:

  • die Raucherecke im Personalspeisesaal Feldkirch und Gaisbühel
  • der Raucherbereich des Cafe Oase (nur Rauchertische im Innenbereich)
  • der Raucherbereich des Kiosk West (nur im Freien)
  • Personalaufenthaltsräume, soweit sich nichtrauchende Mitarbeiter nicht belästigt fühlen
  • Raucherräume, die als solche bezeichnet sind (dzt. nur Gaisbühel)

Dies bedeutet umgekehrt, dass jedenfalls in allen Patientenzimmern, in Untersuchungs- und Behandlungsräumen, in Wartebereichen für Patienten, in Aufnahme- und Auskunftsschaltern, sowie in allen Gängen und Stiegenhäusern das Rauchen verboten ist. Die Krankenhausleitung ersucht alle MitarbeiterInnen, insbesondere aber die Leiter der Abteilungen, die bestehende Regelung zu respektieren und auf deren Einhaltung hinzuweisen. Gleichermaßen werden auch Patienten und Besucher ersucht, diese Regelungen einzuhalten (Hinweisschilder, Patientenratgeber).

LKH HOHENEMS
Patienten sowie Besucher auf den Stationen haben am Landeskrankenhaus Hohenems die Möglichkeit, auf den Balkonen zu rauchen – dort sind Aschenbecher vorhanden. Für Mitarbeiter wurde im Speisesaal ein abgetrennter Bereich geschaffen, um dort zu rauchen.

Auf der Palliativstation ist die Situation für schwer kranke Patienten eine spezielle: Hier gibt es vor der Station eine Nische mit drei Rauchertischen für Patienten und Angehörige.

Am LKH Hohenems gibt es komplett rauchfreie öffentliche Zonen: So wird weder in der Eingangshalle bei der Sitzgelegenheiten im Rondell geraucht, auch die Cafeteria hat drei Tische für Nichtraucher im Gangbereich vorgesehen.

LKH RANKWEIL
Das Landeskrankenhaus Rankweil ist seit 2006 in öffentlichen, also für Patienten und Besucher zugänglichen Bereichen rauchfrei. Ausgenommen ist nur je ein Raucherzimmer in jedem Gebäude.

Eine andere Situation besteht derzeit in der Psychiatrie I: Viele der Patienten sollen die Station nicht verlassen. Dort kann man bislang noch in Aufenthaltsräumen und Stationsküchen rauchen. Über mögliche Lösungen wird beraten.

Das Café am LKH Rankweil wurde 2006 generalsaniert. Es umfasst einen Raucher – und einen Nichtraucherbereich. Auf Grund von wirksamer Zu- und Entlüftung haben die Nichtraucher keinerlei Beeinträchtigung.

Quelle: Öffentlichkeitsarbeit Landeskrankenhäuser Vorarlberg

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