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Nach Knochenfund: "Nichts kann ausgeschlossen werden"

Dornbirn, Lustenau - Die Vorbereitungen der Polizei für große Spurensuche nach Fund sterblicher Überreste in Dornbirn laufen auf Hochtouren.
Polizei plant großangelegte Suchaktion
Vermisste Frau tot aufgefunden

Von Gerhard Sohm (VN)

Eine 26-jährige Lustenauerin galt als seit dem 5. März dieses Jahres als vermisst, bis im September im Bereich der Spätenbachalpe in Dornbirn zwei Knochenteile gefunden wurden, deren DNA-Untersuchung die traurige Gewissheit brachte: Die sterblichen Überreste konnten eindeutig der bis dahin verzweifelt gesuchten jungen Frau zugeordnet werden.

Bereits während der Zeit ihrer Abgängigkeit ist von der Polizei das persönliche Umfeld der 26-Jährigen gründlich durchleuchtet worden. Derzeit wird versucht, noch einmal die letzten Tage vor dem Verschwinden der Lustenauerin zu rekonstruieren. Offiziell bekannt ist bislang nur, dass sie am 5. März den Dornbirner Messepark aufsuchen wollte und eine Videokamera der Volksbank festhielt, wie die Frau einen kleinen Betrag abhob. Danach verloren sich ihre Spuren. Für sieben Monate lang.

Auch Verbrechen möglich

Bezüglich der Todesursache könne hier laut Polizei nichts ausgeschlossen werden. Weder ein Unfall noch ein Suizid oder aber auch ein Gewaltverbrechen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher zu den VN. Konkrete Erkenntnisse erhoffen sich die Fahnder derzeit vor allem durch die gerichtsmedizinische Untersuchung der sterblichen Überreste. In der Hoffnung, weitere diesbezügliche Spuren, aber auch Kleidungsreste zu finden, laufen die Vorbereitungen der Polizei auf eine großangelegte Suchaktion rund um den Fundort der Knochen im Bereich der Spätenbachalpe auf Hochtouren. Sie wird morgen, Donnerstag, starten. „Ein Problem stellte sich dabei, kurzfristig Beamte der beteiligten Inspektionen aus dem regulären Dienst für die Suchaktion abzustellen. Mit dabei sein werden unter anderem auch die Alpinpolizei und das Landeskriminalamt“, informierte der Sprecher weiter. Suchketten würden praktisch jeden Zentimeter in der fraglichen Region abgehen.

Große Betroffenheit

Betroffen von der nunmehrigen Gewissheit über den Tod der vermissten Frau zeigt sich Heike Lampert (37), Vertreterin des Vereines „Österreich findet euch“. „Formal ist der Fall für uns abgeschlossen, emotional für mich natürlich noch nicht“, gesteht Lampert. „Vor allem, wenn man selber Mutter ist, geht eine solche Nachricht tief“, gesteht die Landwirtin.

Der Verein, und vor allem Lampert persönlich, hatten Familie und Fahnder in der langen Zeit der Ungewissheit unterstützt. Die Vermisste wurde auf der Homepage von „Österreich findet euch“ platziert, das internationale Netzwerk aktiviert. Kurz flackerte sogar noch einmal Hoffnung auf, als sich Zeugen meldeten, die glaubten, die Abgängige in Lindau gesehen zu haben. Es war eine trügerische Hoffnung, wie sich jetzt herausstellte. „Man versucht ja, solche Meldungen emotional nicht an sich herankommen zu lassen, um keine übertriebenen Hoffnungen zu nähren. Aber das ist nicht so einfach. Und wenn dann die Todesnachricht kommt, ist es schon ein Schlag. Auch wenn man damit rechnen musste.“Lampert versucht, mit der Situation professionell umzugehen. „Ich suche mir einen Ausgleich in der Natur.“ Selbstverständlich sei sie auch nach der jetzt vorherrschenden traurigen Gewissheit bereit, mit Angehörigen oder Freunden der Toten zu reden. „Aber nur, wenn die das wünschen. Für die Betreuung sind in diesen Situationen geschulte Organisationen wie das KIT zuständig“, betont Lampert.

(Quelle: Vorarlberger Nachrichten)

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