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Muttertags-Gabe der Musikfreunde Bregenz

Das Amateur-Orchester der bald 100 Jahre alten Gesellschaft der Musikfreunde Bregenz lud am Samstagabend zum traditionellen Frühjahrskonzert ins Kornmarkttheater.

Die Muttertags-Gabe des mit einigen Profis und Jungmusikern verstärkten Klangkörpers ergab unter Leitung von Hansjörg Gruber vom Landeskonservatorium Feldkirch einen reich blühenden musikalischen Blumenstrauß mit Werken von Haydn, Mozart und Bizet.

Strahlender Höhepunkt des Abends war das schwierige Hornkonzert Nr. 4 Es-Dur KV 495 von Wolfgang Amadeus Mozart. Der in St. Gallen als Solohornist im dortigen Symphonieorchester sowie als Lehrer an der Musikschule Wolfurt wirkende gebürtige Ungar Zoltan Holb erwies sich als exzellenter Könner und machte dem Widmungsträger von 1783, dem von Mozart sehr geschätzten, aber nicht immer nur liebevoll titulierten Salzburger Hornisten Josef Leutgeb, alle Ehre.

Im einleitenden Teil interpretierten die Musikfreunde Joseph Haydns Symphonie Nr. 6, „Le Matin”, das den Stimmführern von Violine, Cello, Kontrabass, Flöte oder Fagott schwierige, aber auch dankbare Gelegenheit für solistischen Glanz gab. Und in der abschließenden Symphonie Nr. 1 C-Dur von Georges Bizet ließen die Musiker mit etlichen Themen eine Ahnung von der später komponierten Oper „Carmen” anklingen.

Die Gesellschaft der Musikfreunde Bregenz will sich nicht mit Spitzenklangkörpern messen. Die neuerlich bewiesenen soliden Leistungen des gehobenen Laienorchesters, das u.a. von der Landeshauptstadt Unterstützung erfährt, zeigen ein Verständnis der Verantwortlichen für breit gefächerte Kulturförderung. Nicht zufällig spielt der zuständige Bregenzer Vizebürgermeister und Kulturreferent Albert Skala seit vielen Jahren als Cellist im Orchester der Musikfreunde mit.

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