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Möth im Tiefenrausch: Wein wird im Bodensee versenkt

©VOL.AT/Rauch
Der Bregenzer Winzer Josef Möth will zwei Weinfässer mit je 1.000 Liter Rot- und Weißwein auf den Grund des Schwäbischen Meeres schicken. Gemeinsam mit Wissenschaftlern will der 44-Jährige herausfinden, wie sich dies auf den Geschmack des Bodenseeweins auswirkt.

Josef Möth will am Mittwoch, dem 15. Mai 2019, zwei Edelstahltanks zwischen Bregenz und Lochau im Bodensee versenken. Jeder der beiden Behälter fasst 1.000 Liter, gefüllt werden sie mit Rot- und Weißwein aus dem Hain des Bregenzers.

Lagerstelle in 60 Metern Tiefe

Das Projekt taufte Möth “Tiefenrausch”. Er will herausfinden, wie sich die tiefe See mit ihrer konstanten Temperatur von vier Grad Celsius, dem hohen Wasserdruck und der Dunkelheit auf den Wein auswirken könnte. Der angestrebte Lagerplatz liege auf 60 Metern Tiefe. Hier werde weder die Fischerei noch die Schifffahrt durch die beiden Tanks behindert, versichert Möth.

Lagerzeit mindestens halbes Jahr

Im Vorfeld mussten die Behörden überzeugt werden, neben der Bezirkshauptmannschaft Bregenz musste noch die Internationale Bodenseekonferenz eine Gebrauchserlaubnis ausstellen. Eine Herausforderung stelle dabei trotz Tauchern und Spezialbooten nicht nur die Ablegung der beiden Edelstahltanks dar. Die Bergung der Fässer könne ebenfalls Komplikationen mit sich bringen, etwa wenn die Tanks im Schlamm einsinken. Derzeit gibt es noch viele Fragezeichen rund um die Lagerung der Fässer am Seegrund.

Wie eine Mondlandung

Die gesamte Aktion vergleicht Möth mit einer Mondlandung, da man sich auf unbekanntes Terrain wage unter schwierigsten Bedingungen. Möth sammelte daher ein Team von Spezialisten um sich, um die Fässer in dieser Tiefe am Bodenseegrund zu sichern. Die beiden Weinfässer sollen von Mai bis November auf dem Seeboden ruhen, bevor sie verkostet und abgefüllt werden.

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